Darum geht es

Die Stadt-Tochter BBVG mbH, die alle Beteiligungen hält, soll dem DSC Arminia ein Darlehen von 4,85 Millionen Euro gewähren. Gesichert wird es über eine 80prozentige Bürgschaft der Stadt. Über diese Vorlage der Verwaltung soll der Rat heute entscheiden. Hinzu gerechnet werden 250.000 Euro aus dem Vertrag mit den Städtischen Kliniken.

Die Bedingungen:

  • Der Verein und die Wirtschaft müssen ebenfalls 5,1 Millionen Euro aufbringen.
  • Das Restdarlehen soll spätenstens März 2011 als Einlage in eine neu zu gründende Stadiongesellschaft (Verein, Wirtschaft, Stadt) fließen.
  • Verbleib in der 2. Liga.
  • Das Stadion muss dauerhaft auch für nichtkommerziellen Sport (z.B. Frauenfußball) mitgenutzt werden. Nur so könnte die Gemeindeordnung eingehalten werden.
  • Der Schuldenabbau für das Stadion muss mit den Banken gestreckt werden.
  • Der langfristige Weiterbetrieb des Stadions muss erwartbar sein.
  • Auswirkungen bei einer Insolvenz:
  • Außenstände aus Stundungen für Grundsteuer und Gebühren in Höhe von 2,7 Millionen Euro sind weg. Dazu eine Bürgschaft von 0,9 Millionen Euro aus Grundstücksverkauf.
  • Die Gesamtkredite der Sparkasse liegen bei 12,3 Millionen Euro, die größtenteils durch eine Landesbürgschaft gesichert sind. Trotzdem müsste die Stadt mit Gewinneinbußen ihrer Tochter rechnen. Das Land müsste mit Zahlung der Bürgschaft rechnen.


Hinzu kämen die Nichtnutzung des Stadions sowie die Verkehrssicherung der Immobilie, wofür Kosten in der Größenordnung zwischen 250.000 und 1,5 Millionen Euro geschätzt werden. Auch Einbußen in Einzelhandel, Gastronomie und der Wegfall für Arbeitsplätzen würde die Stadt indirekt treffen.

Bewertung des Gutachters PricewaterhouseCoopers:

  • Die operative Planung ist plausibel und nachvollziehbar.
  • Die Erlöse sind eher konservativ geplant.
  • Zur Liquiditätssicherung sind aber noch deutliche Anpassungen mit den Banken erforderlich.

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