DFL fordert noch einen Lizenz-Nachschlag von Arminia

Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit muss bis zum 2. Juni nachgewiesen werden

VON CARSTEN BLUMENSTEIN
DFL fordert Lizenz-Nachschlag von Arminia - © ARMINIA
DFL fordert Lizenz-Nachschlag von Arminia | © ARMINIA

Bielefeld. Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld muss weiter um die Lizenz für die kommende Saison fürchten. Zwar hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) dem DSC die Lizenz in erster Entscheidung nicht verweigert, doch wird die endgültige Spielberechtigung nur erteilt, wenn der Verein bis zum 2. Juni Bedingungen zu seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfüllt.

Zahlen wollte der DSC Arminia nicht kommunizieren, nur soviel: Die Bedingungen liegen etwas höher, als vom Klub erwartet. Damit dürfte die Finanzlücke mehr als sechs Millionen Euro betragen. Das heißt: Die DFL hat die Planungen der Bielefelder sehr kritisch unter die Lupe genommen - und fordert noch einen Nachschlag.

"Die Erfüllung der uns gestellten Lizenz-Bedingungen bedeutet ein ganz hartes Stück Arbeit", sagt Heinz Anders, kaufmännischer Geschäftsführer des DSC Arminia. "Es wird uns nur dann gelingen, wenn alle Kräfte im Umfeld von Arminia Bielefeld für dieses große Ziel mobilisiert werden können." Mitentscheidend für die Zukunft seien die geplante Strukturänderung innerhalb des Vereins sowie das neue Finanzierungskonzept. "Wir werden in allen Bereichen Einsparungen vornehmen, außerdem sind wir darauf angewiesen, neue Einnahmen in erheblicher Höhe zu generieren."

Nachwuchsspieler positive Überraschung

Die finanzielle Zukunft des DSC steht noch in den Sternen. Wie sieht Arminias Zukunft auf dem Platz aus? Keine Frage, jetzt ist es an der Zeit, sich um den Kader für die nächste Saison zu kümmern. Trainer Frank Eulberg hat dabei einen kleinen Anfang gemacht und drei junge Akteure gegen Kaiserslautern in die Startelf gesteckt.

Marcel Appiah musste sich gegen Lautern ganz schön strecken, genau wie der Verein Arminia in Sachen Lizenz. - © FOTO: WEISCHE
Marcel Appiah musste sich gegen Lautern ganz schön strecken, genau wie der Verein Arminia in Sachen Lizenz. | © FOTO: WEISCHE

Nils Fischer (23), Marcel Appiah (22) und Kevin Kerr (21) machten ihre Sache dabei ganz gut. Doch diese Leistungen müssen bestätigt werden. "Die drei Spieler waren eine positive Überraschung", sagt auch Arminias Vorstandsmitglied Andreas Mamerow, der die Kritik an der DSC-Nachwuchsarbeit nicht immer nachvollziehen kann.
Kevin Kerr und Nils Fischer als Doppel-Sechs. Der Schotte Kerr sah eine gute Zusammenarbeit: "Man hat uns nicht angemerkt, dass wir noch sehr unerfahren sind." Er wolle nur soviel wie möglich spielen und sich bei Arminia durchsetzen.

Von Nervosität war bei Marcel Appiah kaum etwas zu spüren. "Natürlich ist man vor dem Spiel aufgeregt, doch sobald man auf den Platz läuft, ist alles verflogen", sagt der junge Verteidiger, der noch keinen Profivertrag besitzt. Seine Leistung gegen Lautern fand er akzeptabel, das Ergebnis dagegen nicht.

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