Lizenz für Arminia und Paderborn

Beide Klubs müssen Auflagen der DFL erfüllen

Lizenz für Arminia

und Paderborn - © FUSSBALL
Lizenz für Arminia
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Frankfurt/Main (dpa/nw). Arminia Bielefeld und der SC Paderborn 07 werden voraussichtlich auch in der kommenden Saison in der 2. Fußball-Bundesliga spielen. Die Deutsche Fußball Liga hat keinem Erst- oder Zweitligisten die Lizenz für die Saison 2010/2011 verwehrt.

Wie die DFL am Dienstag in Frankfurt/Main mitteilte, müssen jedoch einzelne Vereine bis Anfang Juni Bedingungen erfüllen, um die Spielberechtigung zu erhalten. Eine Reihe von Bewerbern wurden im Lizenzierungsverfahren darüber hinaus Auflagen erteilt.

Darunter auch der SC Paderborn. "Wir sind uns sicher, dass wir diese Bedingungen und Auflagen wie in den Vorjahren erfüllen können", stellt der Geschäftsführende Vizepräsident Martin  Hornberger fest und dankt insbesondere den SCP-Mitarbeitern Gerrit
Meinke (Leiter Finanzen/Controlling) und Michael Rickers (Leiter Organisation) für die Erstellung der umfangreichen Lizenzunterlagen.

Auch Arminia Bielefeld muss erwartungsgemäß Auflagen erfüllen: "Die Erfüllung der uns gestellten Lizenz-Bedingungen bedeutet ein ganz hartes Stück Arbeit. Es wird uns nur dann gelingen, wenn alle Kräfte im Umfeld von Arminia Bielefeld für dieses große Ziel mobilisiert werden können. Mitentscheidend für unsere Zukunft werden die geplante Strukturänderung innerhalb des Vereins sowie unser neues Finanzierungskonzept sein. Wir werden in allen Bereichen Einsparungen vornehmen, außerdem sind wir darauf angewiesen, neue Einnahmen in erheblicher Höhe zu generieren," erklärte Heinz Anders, kaufmännischer Geschäftsführer des DSC. Zu den Details der DFL-Vorgaben äußerte er sich zunächst nicht.

"Die Lage ist angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise deutlich schwieriger als in den vergangenen Spielzeiten, aber die Clubs stellen sich darauf ein", erklärte Werner Möglich, DFL-Direktor Lizenzierung.

Schlagzeilen wegen ihrer finanziellen Schieflage machten zuletzt vor allem die Zweitligisten Alemannia Aachen und Arminia Bielefeld. Aachen muss auf eine Bürgschaft in Höhe von 5,5 Millionen Euro von der Stadt hoffen. Bielefeld hatte noch im März eine Deckungslücke in Höhe von 4,2 Millionen. Aufstiegskandidat FC St. Pauli hingegen erhielt die Spielberechtigung "ohne Bedingungen und mit nur minimalen Auflagen" (Teammanager Christian Bönig).

Geldstrafe und Punktabzug

Die Arminia war von der DFL am 16. März wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung mit einem Abzug von vier Punkten für die laufende Saison bestraft worden. Zusätzlich hatte die DFL eine Geldstrafe von 50.000 Euro ausgesprochen. Nach dem Vier-Punkte-Abzug war das Ziel des Wiederaufstiegs nicht mehr realisierbar.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 5. Mai in Bielefeld soll über eine Satzungsänderung abgestimmt werden. Ziel ist es, das Präsidium künftig nicht mehr durch die Mitglieder des eingetragenen Vereins (e.V.), sondern durch den Verwaltungsrat wählend zu lassen. Diese geplante Neustrukturierung geht auf DFL- Empfehlungen zurück.

Der scheidende Vereinspräsident Hans-Hermann Schwick, der bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Juni nicht mehr kandidieren will, hatte in der vergangenen Woche geäußert, dass ein Großteil der aktuellen Probleme der Arminia auf ein "strukturelles Defizit" zurückzuführen sei. Die vorgesehene Neustrukturierung der Gremien sei "für die professionelle Organisation notwendig und insofern auch ein Schritt dahin, die Lizenz für die Saison 2010/2011 abzusichern".

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