Zlatko Janjic scheitert nach einer Viertelstunde unbedrängt aus vier Metern am Cottbuser Torhüter Gerhard Tremmel – es hätte die Führung für Arminia sein müssen. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Zlatko Janjic scheitert nach einer Viertelstunde unbedrängt aus vier Metern am Cottbuser Torhüter Gerhard Tremmel – es hätte die Führung für Arminia sein müssen. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Die Talente schlummern nur

Sportliche Runderneuerung wird durch Mangel an Nachwuchs erschwert

Cottbus (rk). Die mit dem Vier-Punkte-Abzug begonnene Phase der Pflichtfreundschaftsspiele ist die Zeit der Saison, die beim DSC Arminia genutzt werden soll, auch die sportliche Runderneuerung voranzutreiben. Bei der Partie in Cottbus gelang es längst nicht allen Spielern, sich für weitere Planungen zu empfehlen.

Zlatko Janjic und Daniel Halfar beispielsweise, von Herkunft (Janjic kommt aus der Jugend der TuS Jöllenbeck) und Alter (Halfar ist kürzlich 22 Jahre jung geworden) zwei Akteure, die zu Identifikationsfiguren werden könnten, fielen leistungsmäßig sogar noch ab. Mit ein wenig mehr Willen und Konsequenz hätte Janjic nach einer Viertelstunde nach Federicos-Lattenkopfball das 1:0 erzielen müssen, brachte aber aus vier Metern nur einen Larifari-Schuss zustande, den Energie-Keeper Gerhard Tremmel abwehrte. "Das hätte die Führung sein müssen", gestand der Fehlschütze zwar ein - wenn Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung ist, besteht noch eine kleine Chance, dass Janjic sein phlegmatisches Auftreten eines Tages wird ablegen können.

Der vor zweieinhalb Jahren mit größten Hoffnungen aus Kaiserslautern geholte Halfar geriet nach seiner Einwechselung nur einmal ins Blickfeld, als er kurz davor war, einen Meinungsstreit mit Christ Katongo handgreiflich auszutragen. Insgesamt kommt auch beim ehemaligen U-21-Nationalspieler, dem nach wie vor niemand fußballerisches Talent abspricht, viel zu wenig. Zählt man Nils Fischer (nur Ersatzbank) und Thilo Versick hinzu, wird deutlich, wie klein der Anteil der jüngeren Spieler an den bisher erreichten 46 Punkten ist. Ein Fakt, der sich bei der Zukunftsplanung als großes Problem erweisen könnte.

Gegner Cottbus beispielsweise ist da meilenweit voraus. Beim Klassespiel gegen St. Pauli (0:1) gehörten sechs U-20-Akteure zum Kader, fünf davon deutscher Nationalität; die A-Junioren stehen im Halbfinale des DFB-Pokals; mit Torjäger Maxim Banaskiewicz hat ein Spieler den Sprung in die U-18-Nationalmannschaft geschafft.

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