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Arminias Verantwortliche räumen beim Fanabend Fehler ein

Leopoldseder: "Einschätzung war blauäugig"

18.03.2010 | Stand 18.03.2010, 10:03 Uhr
Arminias Verantwortliche

räumen Fehler ein - © ARMINIA 2
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räumen Fehler ein | © ARMINIA 2

Bielefeld (uwe). Der kurzfristige anberaumte Fan- und Mitgliederabend war offensichtlich fällig. Rund 350 höchst Interessierte waren in den alten VIP-Raum der Schüco-Arena gekommen, um die Erklärungen der Arminen-Verantwortlichen zu Klubführung und Punktabzug zu hören. Aufsichtratschef Norbert Leopoldseder räumte klar ein: "Die Einschätzungen, die wir im März getroffen haben, waren blauäugig. Das muss man zugeben."

Auftritt erboster Fan 1: "Wenn in der Industrie so gearbeitet werden würde, wären alle Unternehmen in der Region pleite!" Der erste Applaus des Abends - nach einem zurückhaltendem beim Aufmarsch der Protagonisten Schickhardt, Leopoldseder sowie der Geschäftsführer Heinz Anders und Detlev Dammeier.

Auch Anders gestand, "einen Fehler" gemacht zu haben, als er nicht ausreichend mit der DFL kommuniziert habe. Für seine geleistete Arbeit beim Auftrag, "in vier Monaten knapp 8 Millionen Euro aufzutreiben", erntete er jedoch Beifall. Auf Nachfrage erklärte er, dass die 7,7 Millionen Euro mit "1,5 Millionen Euro aus Sponsorengeldern, zum Großteil aus längerfristigen Darlehen - zum Teil bis 2017 - und zum kleineren Teil aus kurzfristigen Darlehen" herbeigeschafft worden seien.

Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Leopoldseder, Anwalt Christoph Schickhardt, Finanz-Geschäftsführer Heinz Anders und Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier (v. l.) - © FOTO: O. KRATO
Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Leopoldseder, Anwalt Christoph Schickhardt, Finanz-Geschäftsführer Heinz Anders und Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier (v. l.) | © FOTO: O. KRATO

Mitglied Guido Renneke fragte: "Zur Transparenz, die Sie hier zeigen, muss ich fragen: Warum erst jetzt? Warum kommt alles erst jetzt zur Sprache?" Anders hatte Konterprobleme. Er relativierte die Zahlen vom Oktober, räumte erneut mangelnde Kommunikation mit der DFL ein. Und erläuterte seinen Trick: "Wir haben die Veröffentlichung im Januar um drei Wochen verzögert, um das Ende des Transferzeitraumes abzuwarten. Wenn unsere Probleme publik geworden wären, wären andere Vereine mit Schleuderpreisen auf uns zugekommen, um Spieler zu kaufen."

Zum Thema "Lizenz 2. Liga für die Saison 2010/11" erklärte Schickhardt: "Da liegt noch ein Riesenberg Arbeit. Der Verein muss in den nächsten Monaten Verhältnisse gestalten, um für das nächste Jahr einen Plan zu haben, der die Chance lässt, aufzusteigen." Anders und Leopoldseder hatten die Strategie der Unterwürfigkeit gewählt. Sie vermieden damit immerhin, dass die Veranstaltung aus dem Ruder lief - so wie es befürchtet worden war.

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