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Auch Pavel Fort - hier gegen den ehemaligen Bielefelder Nico Herzig (l.) - gelang bis auf sein Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich kaum etwas. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Auch Pavel Fort - hier gegen den ehemaligen Bielefelder Nico Herzig (l.) - gelang bis auf sein Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich kaum etwas. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Frustrierende Angelegenheit

In Bielefeld geht die Trainersuche nach dem 1:2 von Aachen richtig los

VON PETER BURKAMP
13.03.2010 | Stand 13.03.2010, 09:49 Uhr

Aachen. Nach der Beurlaubung von Thomas Gerstner schießen die Spekulationen ins Kraut. Wer wird Nachfolger auf dem Posten des Trainers? Wer sucht den kommenden Mann aus, der die Mannschaft vielleicht doch noch zum Aufstieg führen kann? Mischen die potenziellen Förderer aus der Wirtschaft bei dieser Personalie schon massiv mit?

Als Geschäftsführer Sport hat Detlev Dammeier den Auftrag, Vorschläge zu machen und erste Gespräche zu führen. Dammeier selbst, der die Mannschaft in Aachen betreute, möchte nach eigener Aussage nicht bis zum Saisonende weitermachen und wird die Suche nach einem neuen Coach ab sofort intensivieren. Zu den Kandidaten soll neben Uwe Rapolder, der den DSC bekanntlich schon einmal kurzfristig zum Aufstieg geführt hat, auch Michael Oenning zählen. Der 44-jährige war mit dem 1. FC Nürnberg nach einer imposanten Aufholjagd in der Rückserie über die Relegation im Sommer aufgestiegen. Nach einigen Misserfolgen wurde er beim Club entlassen und durch Dieter Hecking ersetzt.

"Aachen macht aus zwei Chancen zwei Tore"

Oenning gilt als Trainer mit guten Kontakten in der ersten und zweiten Bundesliga und verfügt über profundes Wissen über die Talente in der deutschen Fußballlandschaft. Diese Eigenschaften würden für ihn sprechen. Daneben werden auch Lucien Favre (53), der schon in Berlin gern zehn Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben hätte, und Marcel Koller gehandelt. Koller (49) hatte beim VfL Bochum unter finanziell ähnlich eingeschränkten Umständen wie in Bielefeld viel aus dem VfL herausgeholt und die Mannschaft vor dem Abstieg bewahrt.

Wer neuer Trainer wird, interessierte die DSC-Profis nach dem Spiel in Aachen weniger. "Das muss uns egal sein, wer der Trainer ist", meinte Arne Feick, "wir müssen auf dem Platz zeigen, dass wir gewinnen wollen." Der Linksverteidiger fand es "frustrierend", dass "gleich aus der ersten Aachener Chance ein Tor fällt - und Aachen überhaupt aus nur zwei Chancen zwei Tore macht".

Nils Fischer, der bei Benjamin Auers 1:0 schlecht aussah, gestand, dass Auer "das echt gut gemacht" habe und forderte: "Wir müssen das Glück erzwingen und alles andere beiseite lassen." Giovanni Federico, gegen Aachen weit unter Form, monierte: "Es reicht nicht, wenn man in der Zweiten Liga nur 30 bis 40 Minuten konzentriert spielt. Es war ein enges Spiel, aber wir haben einen Fehler zu viel gemacht."

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