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Gemeinsam Gas geben für den Erfolg

Nach einem Gedankenaustausch mit Fan-Vertretern setzt Torhüter Eilhoff auf Zusammenarbeit

VON PETER BURKAMP
18.02.2010 | Stand 18.02.2010, 08:22 Uhr |
Pavel Fort, Chris Katongo, Dennis Eilhoff und Daniel Halfar (v. l.) bedanken sich bei den Fans. - © FOTO: WEISCHE
Pavel Fort, Chris Katongo, Dennis Eilhoff und Daniel Halfar (v. l.) bedanken sich bei den Fans. | © FOTO: WEISCHE
Eilhoff setzt auf Unterstützung der Fans - © ARMINIA
Eilhoff setzt auf Unterstützung der Fans | © ARMINIA

Bielefeld. Thomas Gerstner zettelt gern mal eine Grundsatzdiskussion an. Er wird dann beinahe philosophisch. Wie man denn guten Fußball definiere, stellt Arminias Trainer im Vorfeld des Spiels gegen den MSV Duisburg in den Raum und schickt gleich die "Gretchenfrage" an die heimischen Fans hinterher: "Was möchten die Anhänger sehen - Siege oder guten Fußball?" Ohne dem Bekenntnis der treuen Stadiongänger vorgreifen zu wollen, lautet die Antwort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: natürlich beides.

Ein Sieg Arminias nach begeisterndem Sturmlauf mit reichlich Toren. Eben genau wie im Hinspiel, als die Bielefelder den MSV dominierten und 3:0 gewannen. Am Freitag, Anstoß 18 Uhr, in der Schüco-Arena, werden sich die Gastgeber bemühen, diesen Streich zu wiederholen. Schon gegen Greuther Fürth und vergangenen Freitag in Ahlen waren sie mit diesem Ziel angetreten.

Es blieb beim Bemühen, aber das Ergebnis stimmte immerhin, was die Fans am Ende kampfbetonter 90 Minuten versöhnte. "Wir haben alle zusammen Gas gegeben", erinnerte sich Dennis Eilhoff an die zweite Halbzeit in Ahlen und schreibt den Fans einen Anteil am Erfolg zu. Gegen Fürth erlebte die Mannschaft ihren Anhang anders. Zur Pause hatte es ein gellendes Pfeifkonzert gegeben. Damit vermochten Eilhoff und Co. umzugehen.

Südtribüne vielleicht ausverkauft

 "Die Fans haben ein Recht, nach einer schwachen Vorstellung zu pfeifen. Mir und anderen ist es aber unangenehm aufgestoßen, dass wir auch bei der Rückkehr auf den Platz noch mit Pfiffen bedacht worden sind", erzählt Torwart Eilhoff. Ein Treffen des Mannschaftsrats mit Trainer Gerstner, Geschäftsführer Detlev Dammeier, dem Fanbeauftragten Christian Venghaus und Vertretern der Fanklubs brachte Klarheit. Den Gedankenaustausch bezeichnete Eilhoff als positiv. "Wir haben uns nicht in den Armen gelegen, sondern uns gesagt, was nicht gepasst hat. Es war ein konstruktives und kritisches Gespräch." Auch wenn die Partie gegen Duisburg nicht zwangsläufig "ein Augenschmaus" werde, hofft und setzt Arminias Schlussmann - selbst Mitglied beim DSC-Fanclub Boys Bielefeld - auf die Unterstützung der Fans.

Mit 15.000 Zuschauern rechnen die Arminen am Freitag. Erstmals in der Rückrunde könnte die Südtribüne, dort wo für die Stimmung gesorgt wird, ausverkauft sein. "Nach der Pause gegen Fürth haben die Fans fast eine Halbzeit lang durchgesungen und uns toll unterstützt. So etwas brauchen wir, das hilft uns auf dem Platz", hofft Eilhoff für Freitag.

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