Der richtige Siegtorschütze

Alle freuen sich mit Guela über den Premierentreffer

VON PETER BURKAMP
06.02.2010 | Stand 07.02.2010, 11:58 Uhr
Franck Manga Guela (r.) läuft seinem Fürther Gegenspieler Kim Falkenberg davon - für seine Sprints belohnt sich Diddy selbst mit dem 2:1-Siegtreffer. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Franck Manga Guela (r.) läuft seinem Fürther Gegenspieler Kim Falkenberg davon - für seine Sprints belohnt sich Diddy selbst mit dem 2:1-Siegtreffer. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Bielefeld. Am Ende musste man fast Angst um Diddy Guela bekommen: alle wollten sich bei dem Siegtorschützen bedanken, ihn drücken, ihn beglückwünschen, ihn küssen. Arminias Außenstürmer bescherte dem DSC ein wichtiges Tor zum 2:1 über Greuther Fürth und damit auch einen ganz wichtigen Sieg.

"Dass er ein guter Fußballer ist, haben wir im Training schon oft gesehen. Ich glaube, jetzt ist er bei uns angekommen", sagte Rüdiger Kauf. Der Kapitän war vorsichtshalber vom Platz genommen worden, da ihm die Gelb-Rote Karte drohte. So beobachtete er von der Bank die artistische Einlage seines Mitspielers. Nach Deluras schöner Hereingabe bekamen die Fürther den Ball nicht aus der Gefahrenzone - links stand Guela frei und wuchtete den Ball aus spitzem Winkel und beinahe am Boden liegend ins Netz. Wenn sich Trainer Thomas Gerstner einen Siegtorschützen hätte aussuchen dürfen, er hätte den Mann aus der Elfenbeinküste gewählt: "Ich freue mich für ihn. Jetzt hat er gezeigt, was er kann."

Gerstner erinnerte daran, dass Guela als Ersatz für Chris Katongo geholt worden. Letztgenannter saß überraschend auf der Tribüne. Das sei allerdings keine disziplinarische Maßnahme gewesen, so Gerstner. "Katongo ist rechtzeitig zurückgekommen. Und wenn man gewinnt, hat man am Ende sowieso alles richtig gemacht." Gerstner hatte nicht nur mit der Personalie Katongo überrascht. Der Arminen-Trainer hatte die Abwehr neu formiert.

Doch nicht wie vielleicht zu erwarten Assimiou Touré, der Neuzugang aus Leverkusen, spielte in der Vierer-Abwehrkette, sondern Nils Fischer agierte neben Andre Mijatovic in der Innenverteidigung. Damit nicht genug: Arne Feick, der in der Hinrunde alle Spiel bestritten hatte und zuletzt nur auf der Bank saß, verteidigte links, während Radim Kucera für den in Augsburg erneut enttäuschenden Michael Lamey auflief.

Diese neuformierte Abwehr ließ sich in der ersten Halbzeit einige Male ausspielen. Erst nach der Pause wirkte die Defensive sicherer. "Da haben die Fürther nicht eine Torchance gehabt", meinte Giovanni Federico. "Die erste Halbzeit war katastrophal, in der zweiten haben wir das Herz in die Hand genommen", freute sich Rüdiger Kauf, das Spiel gedreht zu haben.

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