Bielefeld Klinikum steht zum Arminia-Deal

Betriebsrat kritisiert Informationspolitik der Leitung

VON CARSTEN BLUMENSTEIN
06.02.2010 | Stand 06.02.2010, 10:52 Uhr

Bielefeld. Die Kooperation zwischen Städtischem Klinikum und Arminia ist angesichts der bekannt gewordenen DSC-Verbindlichkeiten fast zum Nebenkriegsschauplatz geworden. Für direkt Beteiligte jedoch nicht. So bleibt das Klinikum trotz der Finanzsorgen des DSC Arminia gelassen. "Wir stehen zu dem Darlehens-Vertrag, Arminia ist weiterhin ein Aushängeschild der Stadt", erklärt Kliniksprecher Axel Dittmar. Und auch der Betriebsrat des Klinikums meldete sich nur mit moderater Kritik - Rolf Tubbesing, stellvertretender Betriebsrat: "Zunächst ist festzustellen, dass es sich bei der Entscheidung zur Kooperation um eine unternehmerische Entscheidung handelt. Als Betriebsrat haben wir keinen direkten Einfluss darauf, ob ein Kooperationsvertrag geschlossen wird oder nicht. Die Auswirkungen dieser Kooperation auf die Beschäftigten wird der Betriebsrat aufmerksam prüfen."

Weiter heißt es: "Anzumerken ist die wenig optimale
Informationspolitik der Klinikleitung den Beschäftigten gegenüber. In einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses ist der Betriebsrat über die Kooperation nachträglich ausführlich informiert worden. Hier erwartet der Betriebsrat für die Zukunft ein anderes Verhalten." Rolf Tubbesing freut sich über die große Unterstützung aus der Bevölkerung: "Der Betriebsrat bedankt sich bei den Bürgern für die gezeigte Solidarität und das Verständnis für die schwierigen und anspruchsvollen Arbeitsbedingungen im Unternehmen Krankenhaus."

Dr. Johannes Kramer, Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld, nimmt die Kritik des Betriebsrates durchaus ernst: "Das Thema hat die Bielefelder Öffentlichkeit sehr bewegt und aufgewühlt, auch an unseren drei Standorten in Mitte, Rosenhöhe und Halle wird heftig darüber diskutiert. Im Rahmen der Gespräche im Wirtschaftsausschuss habe ich mit den Mitgliedern des Betriebsrates intensiv über die Kooperation mit dem DSC Arminia gesprochen. Darüber hinaus habe ich die Anregung des Betriebsrates gerne aufgenommen, in der kommenden Woche an unseren Standorten mit den Mitarbeitern über das Projekt zu diskutieren."

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