Finanzspritze des Klinikums für den DSC

Städtisches Krankenhaus schweigt noch über Details

Bielefeld (ard/los). Ein Geschäft, das auf Gegenseitigkeit beruht: Arminia Bielefeld hat dem städtischen Klinikum Bielefeld zugesagt, dass seine Spieler künftig im Klinikum medizinisch versorgt werden. Dafür hilft das kommunale Krankenhaus dem DSC Arminia bei der Finanzierung der Neuverpflichtung zweier Spieler.

Weder Arminia noch das Klinikum wollten Montag Einzelheiten des ungewöhnliches Deals bekannt geben. Soviel aber ist klar: Der DSC will die medizinische Versorgung seiner Spieler neu regeln: Statt bisher am Franziskus-Hospital soll der Vereinsarzt und niedergelassene Facharzt für Orthopädie, Dr. Michael Dickob, verletzte Spieler in Zukunft im Städtischen Klinikum Bielefeld-Mitte versorgen, soweit das ambulant nicht möglich ist.

Gleichzeitig werden weitere sportmedizinische Leistungen durch die Klinik für Unfallchirurgie unter der Leitung von Dr. Alexander Rübberdt vorgehalten.

Unklar ist noch, wie im Gegenzug die Finanzspritze des Kommunalkrankenhauses für die Arminen aussieht. Über Details der Unterstützung bei der Finanzierung der Verpflichtung der beiden neuen Spieler Patrick Platins (26) und Assimiou Touré (22) schwiegen sich die Veranbtwortlichen des kommunalen Krankenhauses, das nach Informationen der Neuen Westfälischen auch im vergangenen Geschäftsjahr keine großen Gewinne, sondern allenfalls eine schwarze Null erwirtschaftet hat, Montag aus.

Weder Geschäftsführer Dr. Johannes Kramernoch Aufsichtsratschef Detlef Werner (CDU) wollten Montag Einzelheiten zu dem Deal zwischen Fußballverein und Krankenhaus mitteilen. Auch Arminia-Vereinsarzt Dickob war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, er weilt bis Montag im Urlaub. Arminia und der Klinik-Geschäftsführer wollen erst am Mittwoch in einer Pressekonferenz Auskunft über die "Kooperation zwischen Arminia und dem Städtischen Klinikum" geben.   

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