0

Arminia erobert Afrika

Bielefelder Daniel Würth hisst eine DSC-Fahne auf dem Kilimandscharo

VON CARSTEN BLUMENSTEIN
08.01.2010 | Stand 20.01.2010, 16:33 Uhr
Daniel Würth (33) zeigt stolz die Arminia-Fahne auf dem höchsten Punkt Afrikas. Der Uhuru Peak ist mit 5.895 Metern der Gipfel des Kilimandscharo-Massivs. Hinter Würth sind der Gletscher und die geschlossene Wolkendecke zu erkennen. - © FOTO: PRIVAT
Daniel Würth (33) zeigt stolz die Arminia-Fahne auf dem höchsten Punkt Afrikas. Der Uhuru Peak ist mit 5.895 Metern der Gipfel des Kilimandscharo-Massivs. Hinter Würth sind der Gletscher und die geschlossene Wolkendecke zu erkennen. | © FOTO: PRIVAT
Arminia-Fahne auf dem Kilimandscharo gehisst - © ARMINIA
Arminia-Fahne auf dem Kilimandscharo gehisst | © ARMINIA

Bielefeld. Daniel Würth liebt die Extreme. Er ist ein begeisterter Marathonläufer, er klettert gerne auf hohe Berge – und er ist ein großer Fan von Arminia Bielefeld. Das Auf und Ab des heimischen Fußballklubs kann der Assistenzarzt nicht beeinflussen, doch auf seinen Touren hat er den DSC immer dabei – zumindest in Form von Aufklebern und Flaggen. Sein letzter Coup: Bei einer Expedition auf den Kilimandscharo hisste er auf dem höchsten Punkt Afrikas die Arminia-Fahne.

Daniel Würth ist ein Bielefelder durch und durch, oder besser gesagt: ein Jöllenbecker. Dort wurde er vor 33 Jahren geboren und dort lebt er heute immer noch. Zwischendurch ist er aber sehr gerne unterwegs – und zwar in die abgelegensten Winkel der Erde. Im vergangenen Jahr hat er in Peru einen 6.000 Meter hohen Berg bestiegen und zum Abschluss des Jahres ging es auf den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas.

"In Nepal habe ich 2008 den Bergführer Thomas Lämmle kennen gelernt, der im Oktober 2009 zusammen mit dem Deutschen Alpenverein eine Tour in Tansania angeboten hat", erklärt Daniel Würth. "Afrika hat mich schon immer fasziniert, so habe ich mich für die Tour angemeldet. Und kurz vor der Abfahrt kam mir die witzige Idee, auf dem Gipfel des Kilimandscharo eine Arminia-Fahne aufzuhängen", sagt Würth. Gesagt, getan: Nach einem 16-stündigen Aufstieg über eine neue und anspruchsvolle Route mit neun Bergsteigern, vier heimischen Führern und 66 Trägern hatte Daniel Würth einen traumhaften Ausblick und die Fahne des DSC einen perfekten Platz gefunden. Aber nicht nur das: Arminia erobert Afrika auch durch einen Aufkleber am Gipfelkreuz des Uhuru Peaks. Dieser wird eine größere und vor allem längere Wirkung erzielen, denn bei den starken Winden auf 5.895 Meter Höhe ist zu befürchten, dass die Fahne nicht lange hängen bleiben wird.

Als Doc auf der DSC-Bank

Daniel Würth ist Assistenzarzt im Klinikum Bielefeld-Mitte, in den Bereichen Orthopädie und Unfallchirurgie. Zuvor war er bei Michael Dickob angestellt. Der ist zudem Mannschaftsarzt bei Arminia Bielefeld, so dass Würth auf diesem Weg seinem Lieblings-Fußballklub näher kommen konnte. "Ich habe das Team ab und zu betreut und durfte bei einigen Spielen auch auf der Bank sitzen", schwärmt der Extremsportler.

Zwölfmal hat Daniel Würth bisher einen Marathon bestritten. "Zuletzt war ich bei einem Berg-Marathon in Zermatt, meine Bestzeit bin ich in 3:29 Stunden 2008 in Budapest gelaufen", erklärt Würth. In diesem Jahr möchte er sich ein bisschen mehr in der Region aufhalten. "Ich werde zum dritten Mal den Hermannslauf mitmachen und konzentriere mich sonst auf meine Ausbildung zum Facharzt", sagt der Sportmediziner.

Und die Arminia? "Ich glaube an den Aufstieg in die erste Bundesliga", sagt Daniel Würth. Dann will er live mit dabei sein. "Durch meine vielen Reisen konnte ich im vergangenen Jahr nicht so viele Spiele des DSC sehen."

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group