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Christopher Katongo im Einsatz bei der Kontinentalmeisterschaft 2008 in Ghana. - © FOTO: GETTY IMAGES
Christopher Katongo im Einsatz bei der Kontinentalmeisterschaft 2008 in Ghana. | © FOTO: GETTY IMAGES

Unter der Sonne Angolas statt im Schnee Bielefelds

Offensiv-Mann Katongo bleibt der ostwestfälische Winter erspart

VON UWE KLEINSCHMIDT
08.01.2010 | Stand 08.01.2010, 14:44 Uhr

Bielefeld. Während gestern auf dem Trainingsgelände von Arminia Bielefeld mit maschineller Unterstützung zumindest der Kunstrasenplatz für das Nachmittag-Training von der Schneedecke befreit wurde, schien für Arminias Chris Katongo die angolanische Sonne. Bei 25 Grad bereitet sich der Kapitän der sambischen Nationalmannschaft auf den Afrika-Cup vor. An diesem Sonntag startet der kontinentale Wettkampf, Katongo steigt am Mittwoch, 13. Januar, um 19.30 Uhr in Lubango gegen Tunesien ins Turnier ein.

Da Torhüter Rowen Fernandez mit seinem südafrikanischen Nationalteam die Qualifikation nicht überstanden hatte, ist Katongo der einzige Armine mit sommerlicher Abwechslung vom deutschen Winter. Vom SC Paderborn stand Rolf-Christel Guié-Mien für die Republik Kotongo in der Qualifikation, die auch für die WM galt, konnte sich aber wie Fernandez nicht qualifizieren. Arminias Geschäftsführer Detlev Dammeier nimmt den Ausfall Katongos gelassen: "Natürlich haben wir bei Katongos Verpflichtung an die mögliche Teilnahme am Afrika-Cup gedacht, aber Sambia ist ja jetzt nicht das ganz große Land, das da regelmäßig den Topf holt. Und dass Chris nun keine Winterpause hat, ist auch nicht so spielentscheidend, da wir ja hier praktisch auch keine haben."

Verschnaufpause ist nicht vorgesehen

Bis zum 21. Januar, dem letzten Vorrundenspiel gegen Gabun, fehlt Katongo dienstlich mindestens, am 24. und 25. Januar sind die Viertelfinals, am 28. Januar die Halbfinals angesetzt. Das Finale steigt am 31.

"Das Turnier ist für jeden Spieler eine große Sache, für uns ist es jetzt ein kleines Ärgernis. Mehr aber nicht, wir müssen Katongos Einsatz einfach akzeptieren", sagt Dammeier. Eine Verschnaufpause für Katongo ist nach dem Afrika-Cup nicht vorgesehen. "Da muss er gleich wieder ran", meint Dammeier, schließlich habe Katongo nach seiner Roten Karte im vorletzten Hinrunden-Spiel der Zweiten Liga gegen Union Berlin (1:1) und der automatischen Sperre für die Schnee-Partie in Oberhausen (0:0) eine einwöchige Auszeit genießen dürfen.

Am gestrigen Vormittag blieb Katongo so der Anblick des frisch eingeschneiten Trainingsgeländes erspart - und die ersatzweise angesetzte Einheit im Kraftraum. Der potenzielle Neuzugang Jan Simak war wie erwartet nicht dabei, kurzfristig fiel der vergrippte Michael Lamey aus. Das Testspiel am Samstag um 15 Uhr in der Schüco-Arena gegen Hannover 96 soll trotz der derzeit skitauglichen Witterungsbedingungen ausgetragen werden. Es ist der einzige Test vor dem Bielefelder Rückrundenstart am Montag, 18. Januar, um 20.15 Uhr in Rostock. Dammeier: "Da wird ja auch nicht die Sonne scheinen."

Hürde Afrika-Cup umschifft

WM-Gastgeber Südafrika ist als einziges der sechs afrikanischen WM-Teams nicht für den Afrika-Cup qualifiziert. "Das ist etwas schade, weil es gut für uns gewesen wäre, uns mit starken Mannschaften zu messen", sagt Arminia-Torhüter Rowen Fernandez. Nationalcoach Carlos Alberto Parreira sieht es auch mit einem lachenden Auge. Schon oft hat der fast den Stellenwert einer WM genießende Afrika-Cup Trainer den Job gekostet und Strukturen über den Haufen geworfen.

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