Arminia läuft dem Erfolg hinterher

Arminia Bielefeld - Union Berlin 1:1 (0:0)

Arminia läuft dem Erfolg hinterher - © ARMINIA 2
Arminia läuft dem Erfolg hinterher | © ARMINIA 2

Bielefeld (lnw). Arminia Bielefeld läuft weiter dem Erfolg hinterher und kam gegen den 1. FC Union Berlin nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Auch im fünften Zweitligaspiel in Serie blieben die Ostwestfalen ohne Sieg. Mit 29 Punkten rutschte die Arminia damit auf den vierten Platz hinter dem starken Aufsteiger Fortuna Düsseldorf (30)ab.

Vor rund 16.900 Zuschauern schoss Radim Kucera (57. Minute) die Gastgeber in Führung, die Dominic Peitz (76.) ausgleichen konnte. Die Berliner hatten zuvor zwei Auswärtsspiele verloren. Bielefeld musste ab der 66. Minute nach der Gelb-Roten-Karte für Christopher Katongo mit zehn Mann spielen.

Information
Tabelle

Einen schnellen Rückstand der Gastgeber verhinderte Arminia-Keeper Dennis Eilhoff: Arne Feick war in der 2. Minute der Berliner Björn Brunnemann enteilt. Dessen Schuss lenkte Bielefelds Schlussmann mit den Fingerspitzen gerade noch auf die Latte. Die Platzherren selbst produzierten in der ersten Halbzeit nur wenige Ideen: In der 31. Minute hatte Andre Mijatovic nach einem Freistoß von Giovanni Federico die beste Chance, doch er köpfte unbedrängt über das Tor.

Der Bielefelder Torschütze Radim Kucera (r) feiert seinen Treffer zum 1:0 mit seinen Teamkollegen Pavel Fort (l) und Christopher Katongo. - © FOTO: DPA
Der Bielefelder Torschütze Radim Kucera (r) feiert seinen Treffer zum 1:0 mit seinen Teamkollegen Pavel Fort (l) und Christopher Katongo. | © FOTO: DPA

Nach der Pause erhöhten die Platzherren den Druck und kamen durch einen Kopfball von Kucera zum 1:0. Doch in Unterzahl kassierte Bielefeld durch Peitz, der ebenfalls per Kopf traf, noch den Ausgleich.

Besonders bitter waren zwei Schiedsrichter-Entscheidungen: Katongo hatte vor seinem Platzverweis Gelb wegen einer vermeintlichen Schwalbe erhalten. Außerdem wurde Bielefeld ein Tor von Pavel Fort aberkannt. Andre Mijatovic stand im Abseits, hatte aber gar nicht ins Spiel eingegriffen.

Schiedsrichter nimmt Stellung

Schiedsrichter Schmidt aus Stuttgart, der am Sonntag sein 100. Zweitligaspiel leitete, äußerte sich später gegenüber dem DSF zu den strittigen Entscheidungen. Bei der ersten gelben Karte gegen Katongo hatte er einen Täuschungsversuch des Arminen gesehen, da sein Gegenspieler eindeutig den Ball gespielt habe. Beim nicht gegebenen Tor von Fort habe der Armine zwar nicht im Abseits gestanden, aber sein Mitspieler Mijatovic, der so den Torwart der Berliner irritiert habe.

"Ich werde langsam das Gefühl nicht los, aber mehr darf ich öffentlich nicht äußern, sonst wird alles nur noch schlimmer", sagte Bielefelds Trainer Thomas Gerstner mit Blick auf die Schiedsrichter-Entscheidungen. Gegen Gerstner laufen von Seiten des DFB bereits Ermittlungen, nachdem er im Anschluss an die Partie gegen Fortuna Düsseldorf in der Vorwoche (2:3) bereits den Unparteiischen heftig kritisiert hatte.

Arminia Bielefeld - 1. FC Union Berlin 1:1 (0:0)

Arminia Bielefeld: Eilhoff - Kucera, Mijatovic, Bollmann, Feick - Kauf - Delura (79. Halfar), Katongo, Federico (74. Risgård), Guela (69. Janjic) - Fort
1. FC Union Berlin: Glinker - Bemben, Rauw, Göhlert (90.+3 Stuff), Kohlmann (75. Gebhardt) - Peitz, Younga-Mouhani - Brunnemann (62. Sahin), Mattuschka, Parensen - Mosquera
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 16.900
Tore: 1:0 Kucera (57.), 1:1 Peitz (76.)
Gelbe Karten: Bollmann (2), Fort (2) / Peitz (1)
Gelb-Rote Karte: Katongo (66./Foulspiel)

Copyright © Neue Westfälische 2019
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group