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Radim Kucera (2.v.l.) und Andre Mijatovic (2.v.r.) halten die Cottbuser Emil Jula (l.) und Markus Brzenska (r.) in Schach. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Radim Kucera (2.v.l.) und Andre Mijatovic (2.v.r.) halten die Cottbuser Emil Jula (l.) und Markus Brzenska (r.) in Schach. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Im Arminia-Zentrum regieren die Routiniers

Trainer lobt Defensivleistung der Mannschaft / Mijatovic will sechs Siege bis zur Pause

VON PETER BURKAMP
02.11.2009 | Stand 02.11.2009, 12:32 Uhr

Bielefeld. Eben noch feierte Andre Mijatovic ausgelassen mit seinen Teamgefährten vor der Fankurve den 2:0-Erfolg über Energie Cottbus, da schien es wenig später beinahe so, als ginge er in die dritte Halbzeit und wieder in die Defensive. "Ich habe immer gesagt, dass wir die beste Mannschaft in der Liga haben, und dazu stehe ich auch", sagte Mijatovic fast trotzig.

Man spürt noch immer, wie sehr der Makel des Abstiegs an ihm nagt. Arminias Abwehrchef will zurück in die Erste Liga. Und bis dahin ist es noch ein weiter Weg. "Wir haben erst elf Spiele hinter uns", erinnerte Mijatovic mit ernster Miene und noch sei gar nichts erreicht. Deshalb mochte er auch nach dem achten Sieg in Folge nicht lange feiern.

Das Unternehmen Aufstieg ist eine zu ernste Angelegenheit. Wobei Arminia nicht einen einzigen Punkt zu verschenken habe. "Wenn mir jemand garantieren würde, dass wir in den sechs Spielen bis zur Hinrunde fünf Mal gewinnen und ein Mal verlieren, würde ich das nicht akzeptieren", sagte Mijatovic, der sich zur Zeit "sehr, sehr gut" fühlt. Dass der Kroate einen lukrativen Handel ausschlägt, den sicherlich manch Armine ohne zu zögern unterschrieben hätte, belegt die Stimmung im Team des Tabellenführers. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das habe ich immer gesagt, und mittlerweile glauben es alle", sagte Thomas Gerstner.

Defensivarbeit ganz vorne

Arminias Trainer weiß, was er an Andre Mijatovic ("Er ist überragend") hat. Er weiß aber auch, dass die Serie von acht Spielen ohne Niederlage die Defensiv-Qualität der gesamten Mannschaft widerspiegelt: "Man darf nicht unterschätzen, welche Laufwege beispielsweise Rüdiger Kauf und Chris Katongo leisten." Schon in den vorderen Regionen sorgen die Arminen dafür, dass der Gegner gar nicht erst gefährlich in die Nähe des Tors von Dennis Eilhoff gelangt. Und sollte er mal in den Strafraum eindringen, richtet es die Viererkette, in der Arne Feick links wie "ein ausgebildeter Elitesoldat gekämpft hat" (Gerstner), oder in letzter Instanz der stabil agierende Keeper.

Ohne Probleme verkraftete der DSC den Wechsel von Markus Bollmann zu Radim Kucera. "Ich habe mit Kutsche schon in der Ersten Liga oft zusammengespielt. Er ist ein sehr erfahrener Profi", sagte Mijatovic über seinen Nebenmann. Gemeinsam gelang es den beiden Innenverteidigern, die schwache Vorstellung von Michael Lamey zu kompensieren. Der Rechtsverteidiger, den ein Magen-Darm-Virus plagte, war während einiger Situationen sichtlich nicht auf dem Posten. Lamey durfte zusammen mit Mijatovic, der am Spieltag ein leichtes Kratzen im Hals verspürt hatte, Sonntag und Montag pausieren.

Danach heißt es weiter hart zu arbeiten, wie Andre Mijatovic sich und seinen Kollegen rät. Denn ihren aktuellen Status wollen die Arminen nicht leichtfertig wieder abschenken. "Hinter unserem Erfolg steckt viel Arbeit, viel Konzentration und viel Leidenschaft. Nur wenn wir so weitermachen und alle zusammenarbeiten, kann es auch so weitergehen", sagte Mijatovic.

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