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Mit Energie gegen den Ex-Klub

Linksverteidiger Feick feiert ein Wiedersehen mit Cottbus und fordert Respekt ein

VON PETER BURKAMP
31.10.2009 | Stand 31.10.2009, 10:31 Uhr
Mit Energie 

gegen den Ex-Klub - © ARMINIA
Mit Energie
gegen den Ex-Klub | © ARMINIA

Bielefeld. Immer wieder fliegen die Bälle auf das Tor. Mal von links, mal von rechts. Aus allen Lagen proben die Arminen beim Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Cottbus am Samstag, Anstoß 13 Uhr in der Schüco-Arena, den Ernstfall. Auch Arne Feick legt sich mächtig ins Zeug. Im Sommer hatte er sich aufgemacht, um für Arminia auf Torejagd zu gehen. Mit der Empfehlung von zehn Treffern für Aue war er gekommen, doch in Bielefeld musste er schnell umdenken.

Trainer Thomas Gerstner erinnerte sich während der Vorbereitungsphase an Feicks Verteidigerqualitäten und testete den 21-Jährigen in der Vierer-Abwehrkette. Hinten links machte Feick seine Sache so gut, dass er Routinier Markus Schuler verdrängte und seitdem eine feste Größe in der DSC-Stammformation ist. "Ich kann mich nicht beschweren", sagt Feick über seinen rasanten Aufstieg um gleich anzufügen, "dass ich mich nicht ausruhen werde, denn ich weiß, dass ich meine Position in jedem Training neu bestätigen muss".

Arminias Linksverteidiger Arne Feick (r.) versucht, an Ahlens Mannschaftskapitän Daniel Felgenhauer vorbei zu kommen. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminias Linksverteidiger Arne Feick (r.) versucht, an Ahlens Mannschaftskapitän Daniel Felgenhauer vorbei zu kommen. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Tore zählen dabei nicht zwingend. Als Verteidiger kommt er zwar bei seinen Vorstößen auch gelegentlich in eine aussichtsreiche Schussposition, in erster Linie soll Feick aber Tore verhindern. "Ich habe kein Problem damit. Wichtig ist, dass ich spiele und wir als Mannschaft erfolgreich sind." Die Versetzung aus dem offensiven Mittelfeld in die Abwehr empfindet er keinesfalls als Rückschritt, schließlich hat der selbstbewusste Berliner sein ehrgeiziges Ziel erreicht.

Mit 12 Jahren nach Cottbus

Bevor er in Bielefeld zusagte, hatte er seine Chancen auf einen Platz in Arminias Startelf abgewogen und für aussichtsreich befunden - ob im Mittelfeld wie in Aue oder in der Defensive wie im Fußball-Internat in Cottbus. "Für die Position hinten links bin ich ausgebildet worden und habe sie auch in den Auswahlmannschaften gespielt", erzählt Feick. Das sogenannte Einmaleins des Fußballs lernte der Linksfuß in der Nachwuchsschule von Arminias samstäglichen Gegner. Als 12-Jähriger war Feick von Berlin nach Cottbus gewechselt.

Verständlich, dass das sportliche Wiedersehen mit dem Ex-Klub, der einen beachtlichen Teil seiner noch kurzen Vergangenheit repräsentiert, kein Spiel wie jedes andere ist. "Ich kenne einen Großteil der aktuellen Energie-Mannschaft persönlich. Da wird es bestimmt ein paar Gespräche geben." Überbewerten mag er das Spiel aber nicht und nervös wird der für sein Alter ungewöhnlich abgeklärt wirkende Feick schon mal gar nicht. Auch möglichen Duellen mit Energie-Angreifer

Sergiu Radu sieht er gelassen entgegen. Als der Rumäne seine beste Zeit (Saison 06/07) in Cottbus hatte und 14 Erstligatore erzielte, unternahm Feick seine ersten Schritte im Profibereich. "Sergiu lebt von seiner Physis. Natürlich müssen wir ihn beachten. Aber wenn wir als Mannschaft wieder so kompakt stehen wie zuletzt, sollte das gelingen", sagt Feick. Nur mit dem gebotenen Respekt müsse Arminia in die Partie gehen, mahnt Feick. "Cottbus ist mit anderen Ansprüchen gestartet. Irgendwann wird bei Energie der Knoten platzen", glaubt Feick. Aber das muss ja nicht gleich am Samstag in Bielefeld sein.

Die voraussichtliche Aufstellung der Arminen gegen Energie Cottbus: Eilhoff - Lamey, Mijatovic, Kucera, Feick - Kauf - Kirch, Federico, Halfar, Janjic - Katongo.

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