Nach holprigem Start zählt nur das Beste für den Klub

Der neue DSC-Vorstand hat sich 75 Tage nach seiner Wahl gefunden / Im Oktober neue Aufsichtsratsmitglieder

VON PETER BURKAMP
"Alle wollen das Beste für Arminia" - © ARMINIA
"Alle wollen das Beste für Arminia" | © ARMINIA

Bielefeld. Seit 75 Tagen amtiert der während der turbulentesten Jahreshauptversammlung in Arminias 104-jähriger Geschichte gewählte neue Vorstand. Am Ende einer langen Sitzungsnacht war der alte Präsident auch der neue und die Zusammensetzung des fünfköpfigen Gremiums ein Kompromiss mit hauchdünner Mehrheit. Viele Vereinsmitglieder sahen mit großer Skepsis in die Zukunft.

"Es war keine Liebesheirat", erinnert sich Hans-Hermann Schwick an den denkwürdigen 22. Juni. Mit Frank Kottmann und Jochen Willmann sind zwei Kandidaten der "Kritischen Arminen" in das Gremium gewählt worden. Das verhieß schwierige Flitterwochen. "Wir haben uns ja nicht in dieser Form gesucht", sagt Schatzmeister Andreas Mamerow. So geriet der Start auch etwas holprig. Es galt Vorurteile abzubauen, und Vertrauen zu bilden.

"Wir mussten uns erst kennenlernen und aneinander gewöhnen", erzählt Albrecht Lämmchen. Das sei mittlerweile geschehen und ein "konstruktiver Modus gefunden" (Frank Kottmann). Es existiert sogar eine Art Ehrenkodex, der das Verhalten der Vorstandsmitglieder, unter anderem gegenüber den Medien, regeln soll. Frank Kottmanns Bilanz nach einigen Sitzungen mit den neuen Kollegen klingt positiv: "Es macht Spaß und ich merke, dass es in der Geschäftsstelle viele tolle Mitstreiter gibt, die etwas bewegen wollen."

Der DSC-Vorstand mit Präsident Hans-Hermann Schwick, seinem Vize Frank Kottmann, Albrecht Lämmchen und Andreas Mamerow (v. l.) hat sich gefunden. - © FOTO: WEISCHE
Der DSC-Vorstand mit Präsident Hans-Hermann Schwick, seinem Vize Frank Kottmann, Albrecht Lämmchen und Andreas Mamerow (v. l.) hat sich gefunden. | © FOTO: WEISCHE

Natürlich gebe es auch unterschiedliche Meinungen. "Das war vorher nicht anders. Da wird dann intern diskutiert", sagt Hans-Hermann Schwick. "Es gibt Sachen, die würde ich anders machen, aber viele Dinge laufen auch sehr gut", sagt Frank Kottmann. "Grundsätzlich", so Albrecht Lämmchen, "wollen alle das Beste für Arminia". Dies würde Jochen Willmann ebenfalls unterschreiben. Auch wenn es keine Liebesheirat war, hat sich das Arminen-Quintett offenbar gefunden. Das steht dem Aufsichtsrat noch bevor. In diesem Monat wird Hans-Hermann Schwick die erste Sitzung des Kontrollgremiums der KgaA leiten.

"Ich gehe davon aus, dass es meine letzte als Vorsitzender sein wird", sagt Schwick. Der DSC-Vorstand hat das Vorschlagsrecht für den Aufsichtsrat. Zusammen mit den aktuellen Aufsichtsratsmitgliedern sollen bis Oktober Nachfolger für die ausscheidenden Schwick und Klaus Daudel gefunden werden.

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