Den Vätern auf der Spur

Marwin Studtrucker und Patrick Ellguth kicken für Arminias U 23

VON HANS-JOACHIM KASPERS
Den Vätern auf der Spur - © ARMINIA
Den Vätern auf der Spur | © ARMINIA

Bielefeld. Die alte Weisheit, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, wird im Fußball nur selten bestätigt. Klar – Franz Beckenbauers Filius Stefan brachte es zu einer gewissen Berühmtheit, Du-Ri-Cha ist ebenso Bundesligaspieler wie sein Vater Bum-Kun-Cha, und dann gibt es auch noch die Cullmänner und die Kuntzens. Doch angesichts der Vielzahl kickender Väter hält sich die Zahl der erfolgreich in ihre Fußstapfen tretenden Söhne doch in Grenzen. Da ist es schon etwas Besonderes, wenn bei Arminia Bielefeld aktuell gleich zwei Youngster versuchen, es ihren prominenten Papas nachzutun.

Marwin Studtrucker, Sohn der Alm-Ikone Stefan Studtrucker, und Patrick Ellguth, dessen Vater Andreas in den 80er-Jahren für Arminia kickte, gehören seit dem Sommer zum Kader der U 23, die in der NRW-Liga spielt. "Die Jungs stehen erst am Anfang, und gerade die ersten Jahre im Seniorenbereich sind sehr schwierig", will Stefan Studtrucker die Kirche erstmal im Dorf lassen. Und auch Andreas Ellguth, den alle nur "Butze" nennen, ist froh, "dass Patrick ganz klare Ziele hat und nicht nur auf die Karte Fußball setzt". Trotzdem freuen sich die beiden Papas natürlich darüber, dass ihre Jungs fußballerisch Einiges mitbringen. "Das Talent ist sicherlich da", sagen "Studti" und "Butze" unisono – wie weit es für die Jungs reiche, müsse man halt abwarten.

Marwin und Stefan Studtrucker beherrschen ihr Spielgerät genau so gut wie Andreas und Patrick Ellguth (v. l.). - © FOTO: DANIELA BERHEIDE
Marwin und Stefan Studtrucker beherrschen ihr Spielgerät genau so gut wie Andreas und Patrick Ellguth (v. l.). | © FOTO: DANIELA BERHEIDE

Die beiden Söhne spielen Fußball, seit sie laufen können – das aber nicht, weil die Väter es unbedingt wollten. "Ich habe keines meiner Kinder zu etwas gezwungen", sagt "Butze" Ellguth, der sich nichtsdestotrotz darüber freut, dass von seinen vier Sprösslingen (drei Söhne, eine Tochter) zwei dem runden Leder nachjagen: "Ich habe einfach immer noch Spaß an diesem Sport. Und dass ich zusehen kann, wie sich Patrick und sein jüngerer Bruder Yannick weiter entwickeln, ist schon klasse."

"Patrick wird seinen Weg schon gehen"

Stefan Studtrucker verfolgt die sportliche Laufbahn seines Sohnes mit großem Interesse und steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. "Marwin muss wissen, dass ihm nichts geschenkt wird, und den Kampf um einen Stammplatz engagiert aufnehmen", empfiehlt er dem 19-Jährigen. "Butze" Ellguth hält sich dagegen mit Tipps weitgehend zurück. "Patrick wird seinen Weg schon gehen, da muss ich mich nicht mehr groß einmischen", sagt er, hilft aber natürlich gerne, wenn er gefragt wird.

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