Charakter und Konzentration

Abwehrmann Mijatovic fordert gegen Greuther Fürth Kopfarbeit

Armine Andre Mijatovic schaut nach einer passenden Zielperson für den nächsten Einwurf. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Armine Andre Mijatovic schaut nach einer passenden Zielperson für den nächsten Einwurf. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Bielefeld (uwe). Andre Mijatovic hat die Balance zwischen Gelassenheit und Aufmerksamkeit gefunden. Nach der Niederlage gegen Augsburg und vor der Partie bei Greuther Fürth am Samstag um 13 Uhr wird er weder panisch noch nachlässig: "Ich habe Erfahrung in der 2. Liga. Wir müssen alle wissen, dass sie sehr ausgeglichen ist und jede Mannschaft in der Saison mal eine kleine Krise haben wird, weil sie zweimal hintereinander verlieren kann. Da sind dann Qualität und Charakter gefragt, wie man mit einer solchen Situation umgeht."

Passenderweise kennt Arminia Bielefelds Innenverteidiger die 2. Liga aus seiner Zeit bei der SpVgg Greuther Fürth, bei der er von 2005 bis 2007 den Innenverteidiger gab. Er spricht von einem "sehr guten, kleinen Verein, der immer eine gute Mannschaft und einen guten Trainer" hatte. Vor allem aber: "Der in der 2. Liga immer oben gespielt hat." Dass dies auch für die laufende Saison gelten dürfte, bewiesen die Fürther zuletzt beim 3:1-Auswärtssieg in Cottbus. Ausgerechnet gegen diese Fürther soll Arminia nun wieder den Weg nach oben einschlagen.

Ein Knackpunkt im Plan Auswärtssieg ist für Mijatovic der Kopf. "Ich spreche nicht so sehr von der fußballerischen Qualität, die ist bei uns vorhanden, sondern von der Konzentration. Wir haben alle sechs Gegentore dieser Saison nach der Pause bekommen. Das spricht dafür, dass wir zu nachlässig waren." Paradebeispiel für die These des Abwehrmannes sind die drei Gegentore gegen Koblenz, bei denen er seiner Mannschaft nach der 2:0-Führung "Passivität und ein bisschen Arroganz" attestierte. Das gelte nicht für einzelne Spieler, "sondern für die Mannschaftsteile".

"Nils ist ein sehr großes Talent"

Mit seinem neuen Partner in der Innenverteidigung, dem 22-jährigen Nils Fischer, sieht er Arminia gut gewappnet. "Nils ist ein sehr großes Talent. Ihm fehlt natürlich etwas die Erfahrung, aber er ist sehr lernwillig, und das ist das Wichtigste. Wir werden in dieser Saison kein Problem in der Abwehr haben."

Nicht die erneute Verletzung Radim Kuceras, der längere Ausfall Michael Deluras oder der Rückschlag für Mittelfeldmann Oliver Kirch dürfen also die relevanten Themen vor und im Spiel in Fürth sein. Es sind der Respekt vor der Liga und diese Sache mit der Aufmerksamkeit.

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