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Federico lässt Fort und die Fans jubeln

Beeindruckende erste Halbzeit beim 3:1-Sieg über Ankaraspor

VON PETER BURKAMP
27.07.2009 | Stand 27.07.2009, 11:46 Uhr
Fort und Federico überzeugen - © ARMINIA
Fort und Federico überzeugen | © ARMINIA

Bielefeld. Und sie gewinnen doch: Beim 3:1-Erfolg über den türkischen Erstligisten Ankaraspor feierten die Bielefelder Arminen ihren ersten Heimsieg in der Schüco-Arena seit dem 22. November 2008 – damals ein 2:1 über Bayer Leverkusen. Der Triumph tat gut. Besonders den Fans. Mit Szenenapplaus und standing ovations feierten 5.500 Zuschauer einen offensiv ausgerichteten Gastgeber, der gegen nicht immer ganz spritzig wirkende Türken verdient gewann.

Thomas Gerstner gefiel, was er sah. "In der ersten Halbzeit haben wir vernünftigen Offensivfußball gezeigt und hätten sogar das eine oder andere Tor mehr machen können", sagte Arminias Trainer. Hervorheben wollte er niemanden. Keiner sei abgefallen, meinte Gerstner.

Einer ist aber aufgefallen. Neuzugang Giovanni Federico, im von Gerstner bevorzugten 4:1:4:1-System hinter der Spitze Pavel Fort aufgeboten, übernahm immer wieder die Initiative. Seine Pässe in die Tiefe sorgten für Gefahr, seine Vorlage für Pavel Fort führte nach elf Minuten gleich zum 1:0.

Starke Flügelzange

Auch Michael Delura und Chris Katongo auf den Flügeln wussten zu gefallen – nicht allein wegen ihrer beiden Tore vor der Pause. Es gelang beiden, einige Male die Hintermannschaft der von Jürgen Röber trainierten Elf in Verlegenheit zu bringen.

Pavel Fort freut sich über das 1:0 im Testspiel gegen Ankara - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Pavel Fort freut sich über das 1:0 im Testspiel gegen Ankara | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Aber längst nicht alles lief rund. Es gab am Samstag auch einige Missverständnisse zwischen Federico und Sturmspitze Fort, oder zwischen Kasper Risgaard und Chris Katongo. Die Spieler kommunizierten eifrig miteinander, um Laufwege abzustimmen und des anderen Ideen zu verstehen. Bedenkt man, dass die Mannschaft in dieser Formation erst kurz zusammenspielt, läuft es schon ganz ordentlich. Und natürlich ist noch Steigerungspotenzial vorhanden.

"Wir sind im Moment bei 80 bis 90 Prozent. Die Spritzigkeit muss noch kommen – bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger", resümierte Thomas Gerstner. Arminias neuem Trainer war die Stimmung am Vereins- und Jugendtag rund um das Stadion positiv aufgefallen: "Ich hoffe, dass das Feuer auch im ersten Heimspiel gegen Rostock von den Rängen auf den Platz und umgekehrt überspringt und wir eine tolle Atmosphäre haben." Zunächst heißt es aber, am nächsten Samstag im Pokal bei der Spielvereinigung Unterhaching ein gutes Resultat zu erzielen.

Noch Chancen für alle

Ob die Startelf vom Wochenende, die gegen Ankara 3:0 führte, identisch mit der ersten Elf vom nächsten Samstag sein wird, wollte Gerstner nicht verraten. "Jeder hat in dieser Woche noch die Chance aufzuspringen", sagte der DSC-Coach.

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