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Ein Lob dem Rückstand

Antreiber Marx betont die mannschaftliche Geschlossenheit

VON UWE KLEINSCHMIDT
05.05.2009 | Stand 05.05.2009, 13:30 Uhr
Thorben Marx, der sich hier der Attacke des Stuttgarters Matthieu Delpierre (l.) erwehrt, geht im Finale des Abstiegskampfes mit guten Leistungen voran. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Thorben Marx, der sich hier der Attacke des Stuttgarters Matthieu Delpierre (l.) erwehrt, geht im Finale des Abstiegskampfes mit guten Leistungen voran. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Marx macht Mut - © ARMINIA
Marx macht Mut | © ARMINIA

Bielefeld. Sein Zug zum Tor und seine physische Präsenz beeindrucken derzeit Fans wie Gegner. Mittelfeldmann Thorben Marx war gegen Stuttgart erneut einer der Besten – genauer gesagt hinter dem Sambier Chris Katongo der Beste. Marx war es, der erst den Foulelfmeter herausholte und die Ausführung anschließend gelassen an Jungvater Vlad Munteanu weitergab. "Man hat gesehen, dass wir eine Mannschaft sind", meinte Marx nachher.

Dass der VfB Stuttgart beim 2:2 am Samstag womöglich nicht seinen besten Tag gehabt habe, mochte Marx nicht ganz so stehen lassen: "Wenn man eine Mannschaft so unter Druck setzt, wie wir es getan haben, bekommt sie Probleme. Wir haben clever gespielt, sie gefordert und die Räume zugemacht. Da mussten die Stuttgarter viel laufen – und niemand läuft gerne."

Das Rezept, mit dem sich die Arminen ihren Punkt erarbeiteten und wegen der Gladbacher Niederlage gegen den FC Bayern und der Nullnummer zwischen den Kontrahenten aus Karlsruhe und Cottbus als kleine Sieger des 30. Spieltags fühlen durften, war also – wie gesagt – ein mannschaftliches.

Keine "Abschluss-Problematik"

Wobei Marx an die psychologische Wirkung des frühen 0:1-Rückstandes erinnert: "Wer weiß, wofür der gut war. Man kann nicht sagen, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn das 0:1 nicht gefallen wäre. Aber so war es vielleicht ganz gut." Nach etwa zehn Minuten schwangen sich die Arminen zu ihrer vor allem spielerisch besten Saisonleistung auf. Und das ohne Top-Torjäger Artur Wichniarek. Eine daraus resultierende Abschluss-Problematik der Arminen sieht Marx nicht: "Wir sind alle keine Blinden – auch wenn die meisten keine reinen Torjäger sind. Aber die, die in der Offensive gespielt haben, haben alle eine gute Leistung gezeigt."

Information
Im anstehenden Spiel gegen Bayer Leverkusen müssen die Arminen an die Leistung aus dem Stuttgart-Spiel anknüpfen, um erneut zu punkten. Wie gut kennen Sie Arminias nächsten Gegner? Testen Sie Ihr Wissen über Bayer 04:

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Wozu auch er gehörte. Denn nicht nur in der Situation, die zum 2:2 führte, war Marx präsent. Thomas Hitzlsperger hatte ihn im Strafraum gefoult und der just eingewechselte Munteanu ausgeglichen. Schon zehn Minuten zuvor, in der 58., hatte Marx einen Freistoß auf Andre Mijatovic geschlagen. Der aber wurde, was erst die Zeitlupe zeigte, im Strafraum gelegt. Da pfiff Schiedsrichter Felix Brych aber noch nicht. Womöglich wollte er auf Munteanu warten.

Bleibt Munteanu?

Der Rumäne ist noch bis zum Saisonende vom Deutschen Meister in spe, dem VfL Wolfsburg, ausgeliehen. Bleiben die Arminen in der Liga, wird über zumindest ein weiteres Jahr im Arminen-Trikot verhandelt werden. Zumindest hat Munteanu zuletzt wiederholt, sich in Bielefeld wohl zu fühlen. Ähnlich empfindet Marx, der seit drei Jahren Armine ist, die Situation. Sein Vertrag läuft Ende Juni aus.

Unmittelbar vor dem Stuttgart-Spiel gab es die bisher letzten Gespräche um eine Verlängerung. Marx ließ sich lediglich zu einem tendenziell positiven "Es sieht ganz gut aus für nächste Saison" verleiten. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass Marx, wie auch Arminia Bielefeld, sich Zeit bis zum Saisonende lässt. Wenn klar ist, ob die mannschaftliche Geschlossenheit im Abstiegskampf ausreichend war.

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