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Ein Ritual für den Klassenerhalt

Vor dem Stuttgart-Spiel setzen Stadt und Klub ein Zeichen / Wichniarek und Munteanu fraglich

VON UWE KLEINSCHMIDT
01.05.2009 | Stand 01.05.2009, 15:26 Uhr
Bielefeld zeigt Flagge für Arminia - © ARMINIA
Bielefeld zeigt Flagge für Arminia | © ARMINIA

Bielefeld. Beim ersten Versuch hakte einer der acht verfügbaren Fahnenmasten auf dem Bielefelder Willy-Brand-Platz noch. Doch die dazugehörige Arminen-Flagge blieb nur einige Minuten in der bedrohlichen Halbmast-Stellung, sodass das gute Omen der Zeremonie im Herzen Bielefelds weiter beschworen werden darf. Arminia und die Stadt setzten am Donnerstag ein weithin sichtbares Zeichen, im Endspurt um den Klassenerhalt an einer Kurbel zu drehen.

"Wir sind ja alle ein bisschen abergläubisch. Und wenn es zweimal dazu beigetragen hat, dass Arminia dem Abstieg entronnen ist, können wir das auch ein drittes Mal machen. Aber wir tun gut daran, uns auch sportlich auf den VfB Stuttgart einzustellen", meinte Arminias Trainer Michael Frontzeck inmitten des Kreisverkehrs lächelnd. Schließlich spiele der VfB "eine überragende Rückrunde".

An die letzten Heimspiele anknüpfen

Sein Plan: "Wir müssen an die guten letzten Heimspiele anknüpfen, bei denen nur die Punkteausbeute nicht gestimmt hat. Jetzt heißt es, in dieser Leistung zu bleiben und die Torchancen konsequent zu nutzen." Eine Frage des präzisen Torschusses also neben dem Schuss Aberglaube.

In Frontzecks Rechnung tauchen zwei Unbekannte auf. Neben den fehlenden Jonas Kamper (Adduktoren-Verletzung) und Michael Lamey (Gelbsperre) sind die Einsätze von Artur Wichniarek und Vlad Munteanu offen. Wichniarek setzte am Donnerstag mit dem Training aus und muss an diesem Freitag einen Härtestest bestehen, um zumindest in den Kader zu kommen. "Im Idealfall sitzt Artur auf der Bank. Es wäre gut, wenn er uns in der Schlussphase helfen könnte", erklärte Frontzeck. Ein Rückennerv des Polen strahlt weiter auf den Oberschenkel aus und blockiert den Muskel. Spätestens im Spiel gegen Leverkusen soll Wichniarek dann wieder spielen.

Bei Vlad Munteanu steht eine familiäre Hürde im Weg. Der Rumäne reiste am Donnerstag zu seiner Frau nach Bukarest, um ihr bei der Geburt des ersten Kindes beizustehen. Die Arminen hoffen, dass Munteanu bereits an diesem Freitag wieder zurückkehrt.

Gute Erinnerung an das letzte Gastspiel Stuttgarts

Familienvater Frontzeck kennt die Situation und gab dem Linksfuß kurzfristig frei. Schönes verbinden die Arminen mit dem jüngsten Gastspiel der Stuttgarter. Beim 2:0 zum Hinrundenschluss der Saison 07/08 trafen Kamper und Wichniarek. Interimstrainer zwischen Ernst Middendorp und Frontzeck war der heutige Geschäftsführer Detlev Dammeier. "Eine schöne Geschichte, die heute keine Rolle mehr spielt", meinte er ganz ohne Aberglaube.

  • Die voraussichtliche Aufstellung: Eilhoff - Kucera, Mijatovic, Bollmann, Schuler - Marx, Kauf - Kirch, Tesche, Munteanu (Halfar) - Katongo
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