Alles ist besprochen

Deutliche Worte von Trainer Frontzeck beschließen Auswärtsschlappe in Cottbus

Alles ist besprochen - © ARMINIA
Alles ist besprochen | © ARMINIA

Bielefeld (pep). Und sie können es doch: Im abschließenden Trainingsspiel bewiesen Arminias Fußballprofis gestern im Gegensatz zum 1:2 bei Energie Cottbus, dass sie durchaus in der Lage sind, Tore zu schießen. Auch Chris Katongo, der wegen seines Fehlversuchs einige Kritik und Häme ertragen musste, weiß noch, wo der Ball hin muss, und traf gleich zwei Mal.

Die verpassten Möglichkeiten beim Konkurrenten sind vergessen, Schuldzuweisungen gibt es nicht. "Wir haben geredet. Niemand greift jemanden anderen an", sagte Michael Frontzeck. Artur Wichniareks Hinweis, das er nicht allein für Bielefelder Torerfolge zuständig sei, habe niemanden verletzt. "Er hat ja nichts anderes gesagt als ich auch", meinte Frontzeck.

Er selbst habe am Sonntag hinter verschlossenen Kabinentüren deutliche Worte gefunden, verriet Arminias Trainer. Weniger zum Auftritt in Cottbus als vielmehr zur aktuellen Situation überhaupt. "Wenn man in drei Spielen viel investiert und nicht belohnt wird, ist es nicht leicht, damit umzugehen. Wir müssen jetzt den Dreh finden." Damit war’s genug.

Frontzeck wird " keinen Spieler ans Kreuz nageln"

Nach der Niederlage in Cottbus lässt Dennis Eilhoff an der Seite von Robert Tesche (r.) seinen Frust raus. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Nach der Niederlage in Cottbus lässt Dennis Eilhoff an der Seite von Robert Tesche (r.) seinen Frust raus. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF


Eine Brandrede werde es von ihm nicht geben, dass er öffentlich und medienwirksam "Spieler ans Kreuz nagele", genau so wenig. Lieber halte er seinen breiten Rücken hin, wenn es Kritik hagelt.

Der Blick des Trainers ist nach vorn gerichtet, und dabei erinnert er sich gern, dass die Mannschaft in der vergangenen Serie auch in der Lage war, längere Durststrecken zu überwinden. Dies traut er seinen Schützlingen auch gegen Ende der laufenden Spielzeit zu. Dass die Wende ausgerechnet gegen den Rekordmeister aus München gelingen soll, ficht den Ex-Profi dabei nicht an. Das Restprogramm sei ihm völlig egal, sagt er. "Für uns gibt es ohnehin keine leichten Spiele." Und schließlich habe man im vergangenen Saisonfinale auch namhafte Gegner auf dem Plan gehabt.

"Wir müssen jetzt ganz auf uns schauen", gibt Rüdiger Kauf als Devise aus. Noch stehe die Mannschaft auf einem Nichtabstiegsplatz und könne den Klassenerhalt auch aus eigener Kraft schaffen.

Die großen Bayern als Herausforderung – so sieht es Arminias Linksaußen Vlad Munteanu. "Es wird ein schweres Spiel, aber wir haben auch gegen diese Mannschaft eine Chance, wenn wir an unsere Grenzen gehen." Das dürfte vor ausverkauftem Haus am kommenden Samstag keinem Arminen schwerfallen.

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