Drei Punkte über die Ziellinie bringen

Gegen ersatzgeschwächte Frankfurter soll nach zwei Unentschieden ein Sieg her

Bielefeld. Michael Frontzeck hat eine komplizierte Aufgabe zu lösen. Wie eigentlich jedes Wochenende, denn als Trainer von Arminia Bielefeld muss er sein Team regelmäßig auf personell und finanziell besser ausgestattete Konkurrenz einschwören. Diesmal aber – und das ist selten – ist die Favoritenrolle nicht sofort beim Gegner. Denn Eintracht Frankfurt fehlen acht Spieler. Da Bielefeld zudem daheim spielt, darf ruhig ein (Favoriten-) Sieg her. Eigentlich muss er sogar her. Und das macht es kompliziert. "Die Balance zu finden zwischen Offensive und Defensive" sei die wesentliche Aufgabe der Mannschaft, erläuterte der Trainer. Da sei einerseits "natürlich der Wille, dieses Spiel zu gewinnen". Andererseits stehe da aber ein Gegner auf dem Platz, der in Mönchengladbach, in Cottbus und zweimal gegen Karlsruhe gewonnen habe. Ein Kellerkinderschreck also. Was Frontzecks Aussage stützt, dass Frankfurt "eigentlich eine Mannschaft für das gesicherte Mittelfeld" sei. Die zudem mit Ioannis Amanatidis einen der Top-Stürmer der Liga in ihren Reihen habe. Mit Amanatidis aber verhält es sich derzeit wie mit Christoph Preuß, Aleksandar Vasoski und Christoph Spycher: Knieverletzung, Einsatz in der Schüco-Arena unmöglich. Zu den vieren kommen die verletzten Zlatan Bajramovic und Nikos Liberopoulos sowie das gelbgesperrte Duo Martin Fenin/Marco Russ. Auch Spielverderber Russ fehlt der Eintracht Dass ausgerechnet Russ diesmal fehlt, darf als gutes Omen gewertet werden. Schließlich verdarb der Innenverteidiger den Arminen am 18. August 2007 mit seinem Tor zum 2:2-Ausgleich in der 89. Minute den sicher geglaubten Sieg. Im Hinspiel der laufenden Saison war es Benjamin Köhler, der Frankfurt in der 87. Minute noch ein 1:1 und damit immerhin einen Punkt rettete. Es ist also an der Zeit, dass die Arminen einen Sieg über die Ziellinie bringen. "Bis auf eine Halbzeit des Bochum-Spiel haben wir zuhause eigentlich immer gute Leistungen gezeigt. Darum und weil wir uns sehr intensiv und gut vorbereitet haben, bin ich optimistisch, dass wir ein gutes Spiel machen", erklärte Frontzeck. Die einzig fragliche Personalie war am Freitag noch Michael Lamey. Ob der Rechtsverteidiger mit seiner Entzündung in der Ferse auflaufen kann, entscheidet sich erst am Sonntag. Für ihn könnte Markus Bollmann einspringen. Denn mit der Rückkehr des zuvor gelbgesperrten und nun wieder gesetzten Rüdiger Kauf vor die Viererkette dürfte das Innenverteidiger-Duo wieder Mijatov/Kucera heißen, Bollmann also freie Kapazitäten haben. Bis zum Freitag waren 19.500 Tickets verkauft – es ist also noch Platz in der Arena.So will Arminia spielen: Eilhoff - Lamey (Bollmann), Mijatovic, Kucera, Schuler - Kauf, Marx - Kirch, Katongo, Kamper - Wichniarek

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