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Dezimiert gegen die Weltklasse

Beim FC Bayern fehlen Trainer Frontzeck mindestens sechs Spieler

VON UWE KLEINSCHMIDT
31.10.2008 | Stand 31.10.2008, 14:56 Uhr

Bielefeld. Vom sportlich schwersten Spiel der Saison wollte Arminen-Trainer Michael Frontzeck angesichts der bevorstehenden Aufgabe beim FC Bayern nichts wissen. Das schwerste habe seine Mannschaft soeben hinter sich gebracht. "Zuhause gegen Cottbus, da wird erwartet, dass man Energie aus dem Stadion fegt. Auf das Spiel in München freuen wir uns."

Dass im Vergleich zum schwersten Spiel, das am Dienstag 1:1 endete, nun bei den Bayern eine Steigerung der Ausbeute erwartet werden darf, ist deswegen aber nicht zwangsläufig. Das hat einerseits etwas mit der Qualität des Gegners zu tun, der laut Frontzeck nach drei Liga-Siegen in Serie wieder "prächtig dabei" ist. Andererseits mit der Lazarett-Situation der Arminen.

"Die englische Woche hat uns einiges an Substanz gekostet", sagt Frontzeck, der nun Gewissheit hat, dass Rechtsverteidiger Michael Lamey (Bauchmuskelzerrung) wie auch Kreativspieler Daniel Halfar (Innenbanddehnung im Knie) in München fehlen werden. Mit den langzeitverletzten Andre Mijatovic, Torhüter Rowen Fernandez und Oliver Kirch (Armbruch) sowie Zlatko Janjic (Bänderriss im Sprunggelenk) ist die Liste aber noch nicht komplett. Alexander Laas und Thilo Versick plagen Knöchelprobleme, Kapitän Rüdiger Kauf ist von einem Infekt weiterhin geschwächt. Über seinen Einsatz kann Frontzeck erst nach dem heutigen, geheimen Abschlusstraining entscheiden. "Wenn Rübe nicht zu einhundert Prozent da ist, ist das ein Vabanque-Spiel."

"Niemand erwartet etwas von uns"

Stattdessen erwartet er ein Spiel der Leidenschaft: "Mut und Überzeugung sind das Wichtigste." Artur Wichniarek, mit sieben Saisontoren Bielefelds Speerspitze im Abstiegskampf, sieht das ganz ähnlich: "Wir fahren nach München, so wie wir schon nach Schalke gefahren sind. Niemand erwartet etwas von uns. Wir wollen dort laufen, kämpfen und uns mit allen Mitteln gegen die Bayern wehren." Dass der qualitativ überlegene Gegner noch nicht in Top-Verfassung sein könnte, interessiert ihn nicht: "Bayern München ist Bayern München. Das ist keine Larifari-Truppe."

Michael Frontzeck hat beim FC Bayern mit Zé Roberto gar den "derzeit besten Bundesligaspieler" ausgemacht. Und zuletzt, nach dem 0:1-Rückstand der Bayern in Frankfurt, gesehen: "Wenn die Weltklasse anrollt, wird es kompliziert." Anders kompliziert als einem 0:1-Rückstand gegen Cottbus nachzulaufen, aber doch sehr kompliziert. Frontzeck: "Es sind drei Punkte zu verteilen. Die hängen dort sehr hoch, aber es gibt sie."

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