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Ernüchternde Erkenntnisse

Herbst-Depression nach 1:1 gegen Cottbus vertreibt Schalke-Hoch

VON PETER BURKAMP
30.10.2008 | Stand 29.10.2008, 18:19 Uhr

Bielefeld. Die Stimmung nach der gefühlten 1:1-Niederlage gegen Cottbus war auch am Morgen danach noch im Keller. Vom üblichen Flachs beim Auslaufen keine Spur. Arminias kickendes Personal blickte genau so betreten wie seine Klubvorderen unmittelbar nach dem Spiel. "Du holst einen Punkt und kommst nicht so richtig vorwärts", analysierte Geschäftsführer Detlev Dammeier die Situation.

Rund um die Schüco-Arena herrscht große Ernüchterung. Nach der Niederlage gegen Karlsruhe gelang es auch gegen Cottbus nicht, den ach so wichtigen Dreier gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf einzufahren. Mehr als die von Trainer Michael Frontzeck attestierten "optischen Vorteile" gab’s in der ersten Halbzeit nicht.

Im zweiten Durchgang erlebten die Bielefelder "ihr" Schalke: Cottbus verbarrikadierte – wie erst in der Vorwoche noch Arminia selbst – in Unterzahl sein Tor. "Energie hat das gut gemacht. Da haben wir uns schwer getan, trotzdem haben die Jungs alles gegeben", sagte Michael Frontzeck. Am Ende mussten die Arminen sogar ein bisschen froh sein über den einen Zähler. "Es hätte auch anders kommen können", meinte Frontzeck im Hinblick auf zwei hochkarätige Konterchancen der Gäste-Elf.

Unverkennbar waren Arminias wiederkehrende Probleme, daheim das Spiel zu machen, Torchancen zu kreieren und zum Abschluss zu kommen. War es Pech oder Unvermögen? "Wohl ein bisschen von beidem", meinte Mittelfeldspieler Robert Tesche, bei dem es im Moment sichtlich besser läuft als bei seinen älteren Kollegen Radim Kucera und Rüdiger Kauf. Zu wenige der früheren Leistungsträger wirken derzeit stabil. Im Angriff ruhen die Hoffnungen beinahe nur noch auf Artur Wichniarek. Da verwundert es nicht, wenn sich Präsident Hans-Hermann Schwick einen Klon des Königs wünscht: "Wir wären froh, wenn wir einen hätten, der ihm auf den Fersen wäre. Doch den haben wir leider nicht."

In Zeiten herbstlicher Depression freuen sich die Arminen über jede positive Nachricht. Immerhin patzten am Dienstagabend auch die Konkurrenten aus Karlsruhe und Mönchengladbach. Der Abstand zu den rettenden Tabellenplätzen ist in greifbarer Nähe, und in absehbarer Zeit soll auch Hoffnungsträger Andre Mijatovic wieder die Abwehr verstärken. "Der lange Kampf ist noch nicht zu Ende", sagte Detlev Dammeier – darum bemüht, vor dem Spiel in München eine gewisse Aufbruchstimmung zu erzeugen.

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