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"Die Punkte woanders holen"

Mit dem 1:1 gegen zehn Cottbuser ist kein Bielefelder zufrieden

VON PETER BURKAMP
30.10.2008 | Stand 29.10.2008, 16:21 Uhr

Bielefeld. "Jetzt wird es ein interessantes Spiel." Mit dieser Prognose ging Michael Henke in die Pause der Partie Arminia Bielefelds gegen Cottbus - und er sollte Recht behalten.

Der Chefscout der Münchner Bayern ("Wir überlassen nichts dem Zufall") sah die engagierte Arminia, die sich die 18.000 Bielefelder Fans unter den 18.200 Zuschauern sehnlichst gewünscht hatten. 11:0 Ecken standen am Ende zu Buche, 20:8 Schüsse zugunsten der Bielefelder - mehr als der Ausgleich durch Artur Wichniarek gelang den Bielefelder allerdings nicht mehr.

Klar, dass die Enttäuschung groß war. Ganz schnell waren die treuen Fans von der Südtribüne, die ihre Mannschaft über 90 Minuten lang angefeuert hatten, verschwunden. In den Katakomben der Schüco-Arena rangen Verantwortliche und Spieler derweil um Worte. "Nach dem Spielverlauf hätten wir eigentlich gewinnen müssen, obwohl wir nach dem 1:1 aus dem Spiel heraus nichts Zwingendes mehr geschafft haben", sagte Roland Kentsch. Der Geschäftsführer wirkte nachdenklich, aber nicht hoffnungslos: "Nach zehn Spieltagen acht Punkte, da wünscht man sich sicherlich den einen oder anderen Punkt mehr. Jetzt heißt es eben, dass wir die Punkte woanders holen müssen. Warum nicht am Samstag bei den Bayern?"

Auch DSC-Präsident Hans-Hermann Schwick war kaum zu trösten. "Die Statistik schaue ich mir lieber erst später bei einem Glas Rotwein an. Zwei Punkte verloren - das ist natürlich eine Enttäuschung. Wir müssen jetzt sehen, dass wir vernünftig in die Winterpause kommen und wie die Eichhörnchen möglichst viele Punkte sammeln."

Markus Schuler war realistisch: "Wir haben zwei Punkte verloren. Zuhause gegen Mitkonkurrenten müssen wir gewinnen. In der Drangphase hätten wir nachlegen müssen."

Nach dem Spiel hatte nur Michael Henke noch Grund zum Feiern. Er fuhr heim zu seinen Eltern, die in Büren gestern Abend ihren 55. Hochzeitstag feierten.

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