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In Köln schätzt man Samir Arabis Arbeit bei Arminia. - © picture alliance / Friso Gentsch/dpa
In Köln schätzt man Samir Arabis Arbeit bei Arminia. | © picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Sportchef im Visier Kölner Interesse an Arminias Arabi: Was wirklich dran ist

Dass Arabis Name reflexartig immer dann gespielt wird, wenn bei den Kölnern ein Manager geht oder gehen muss, hat Gründe.

Philipp Kreutzer
11.06.2021 | Stand 11.06.2021, 11:47 Uhr

Bielefeld. Dass die Meldung kommen würde, war klar. Es stellte sich allein die Frage nach dem Zeitpunkt. Bis Donnerstag. Dann meldete der Kicker: "Köln lockt Manager Arabi". Aber was ist tatsächlich dran am angeblichen Interesse des FC am Sportchef von Arminia Bielefeld?

Es war im Oktober 2019, als der damalige Geschäftsführer des Geißbockvereins ankündigte, seinen auslaufenden Vertrag womöglich nicht verlängern zu wollen. Sogleich wurde im Umfeld des Klubs über eine Verpflichtung von Arabi (42) als Nachfolger von Armin Veh spekuliert. Genauso ist es jetzt, nach der Demission von Horst Heldt, der auf Veh folgte.

Kontakte in die Domstadt

Dass Arabis Name reflexartig immer dann gespielt wird, wenn bei den Kölnern ein Manager geht oder gehen muss, hat Gründe. Arminias in Aachen geborener Sportchef, der als FC-Fan aufwuchs, für ein Autogramm von Vereins-Ikone Pierre Littbarski anstand und vor seinem Wechsel nach Bielefeld in der Domstadt lebte, hat sehr gute Kontakte in den Klub. Etwa zu Vorstandsberater und Interims-Sportchef Jörg Jakobs, den er aus gemeinsamen Zeiten bei Alemannia Aachen kennt.

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Zudem schätzt man in Köln Arabis Arbeit, die wesentlich dazu beitrug, Arminia aus der 3. in die 1. Liga und dort zum Klassenerhalt zu führen. Bielefelds Sportchef gehört deshalb immer zu denen, über die man nicht nur im Umfeld des FC, sondern auch im Verein selbst nachdenkt, wenn der Posten neu zu besetzen ist. So auch jetzt. Konkrete Verhandlungen mit dem Ziel, Arabi bei Arminia loszueisen, hat es nach Informationen von nw.de aber aktuell nicht gegeben.

Jakobs bestätigt das. Dem Kölner Express sagte er: „Es gibt derzeit keinerlei Gespräche. Wir konzentrieren uns derzeit auf die Kaderplanung und die anstehenden Transfers." Erst ab September startet demnach beim FC die Suche nach dem neuen starken Mann für den sportlichen Bereich. Arabi selbst mochte sich zum Thema nicht äußern, DSC-Sprecher Daniel Mucha sagte: "Wir kommentieren grundsätzlich keine Gerüchte."

Vergleichsweise sachlich

September also. Gut möglich, dass Arabis Telefon dann klingeln wird. Und nicht auszuschließen, dass er die Aufgabe in Köln als sehr reizvoll empfinden wird und übernehmen möchte - irgendwann jedenfalls. Schließlich böten sich ihm beim FC andere Möglichkeiten als bei Arminia, wo er dem Maximum mit Bundesliga-Aufstieg und Klassenerhalt schon ziemlich nahe gekommen ist.

Ein kurzfristiger Wechsel erscheint aber fraglich. Arabi, der mit seiner Familie in Bielefeld sesshaft geworden ist, ist sich sehr genau im Klaren darüber, was er an Arminia hat und wie vorteilhaft es sein kann, in einem vergleichsweise sachlichen und ruhigen Umfeld arbeiten zu können. Zudem verspürt er nach mehr als zehn Jahren beim DSC eine große Verantwortung.

Insofern könnte es auch so kommen, dass in ein, zwei oder drei Jahren mal wieder ein neuer FC-Manager gesucht wird. Und mal wieder Arminia Bielefelds Sportchef Samir Arabi als Kandidat für den Posten ins Spiel gebracht wird.

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