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Nimmt Tempo auf: Nils Seufert (links, im Spiel gegen Kiel) macht den Etablierten im Arminia-Kader Druck. - © Wolfgang Rudolf
Nimmt Tempo auf: Nils Seufert (links, im Spiel gegen Kiel) macht den Etablierten im Arminia-Kader Druck. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Arminias Nils Seufert: Vegan zurück zur Top-Form

Seinen Aufwärtstrend führt er auch auf eine veränderte Ernährung zurück.

Philipp Kreutzer
09.11.2019 | Stand 09.11.2019, 19:19 Uhr |

Bielefeld. Bei der 2:3-Niederlage im Pokalspiel gegen Schalke 04 wurde er zur zweiten Halbzeit eingewechselt und zeigte eine gute Vorstellung. In der anschließenden Liga-Partie gegen Kiel, die Arminia Bielefeld mit 2:1 gewann, musste Nils Seufert dennoch zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen. Der Mittelfeldspieler des DSC bleibt trotzdem positiv, wie er vor der Begegnung des Tabellenzweiten am Sonntag beim 1. FC Nürnberg (Anstoß: 13.30 Uhr) glaubhaft versicherte. "Ich fühle mich gut" Seufert hat sportlich schwierige Monate hinter sich. Immer wieder hatte er mit Verletzungen zu kämpfen und fiel aus. Gegen Ende der vergangenen Saison war es eine Schambeinentzündung, in dieser Spielzeit plagte er sich mit muskulären Problemen herum. Inzwischen aber ist der 22-Jährige, wie er zufrieden erzählt, „komplett beschwerdefrei. Ich fühle mich gut". Endlich kann er im Training wieder zeigen, über welche Qualitäten er als ballsicherer, handlungsschneller Mittelfeldakteur verfügt. „Er trainiert seit mehreren Wochen richtig gut, hat sich ganz eng an die ersten Elf trainiert und gespielt und ist auf Augenhöhe", sagt Arminia-Trainer Uwe Neuhaus. Bei 100 Prozent Leistungsvermögen sieht Seufert sich gleichwohl noch nicht, denn „dafür braucht man auch Spielzeit". Die würde er sich gern auch am Sonntag holen und in der Partie beim „Club" am liebsten in der Anfangsformation stehen. Neben den gesetzten Manuel Prietl und Marcel Hartel könnte ja vielleicht ein Mittelfeldplätzchen für ihn frei sein, nachdem sich zuletzt weder Reinhold Yabo noch Joan Simun Edmundsson in bester Verfassung präsentiert hatten. "Da muss man seine persönlichen Sachen hinten anstellen" Gewappnet fühlt Seufert sich in jedem Fall. Drängeln möchte er aber nur auf dem Trainingsplatz, verbal dagegen keinesfalls. Er sagt deshalb: „Die Mannschaft macht es gut, wir haben einen brutalen Lauf und gewinnen Spiele. Da muss man seine persönlichen Sachen hinten anstellen und alles dafür geben, dass der mannschaftliche Erfolg bestehen bleibt." Die Phase, in der er verletzungsbedingt außen vor sein musste, sei für ihn in seiner noch jungen Profilaufbahn „mit die schwerste Zeit" gewesen, erzählt der frühere Kaiserslauterer. Auf der Suche nach Lösungen, um seine wiederkehrenden muskulären Probleme in den Griff zu bekommen, stieß Seufert auch auf seine Ernährung. Seit knapp einem Monat lebt er nun vegan. "Das Angebot für vegane Ernährung ist gut in Bielefeld" Tipps für die Umstellung auf eine Ernährung ohne tierische Produkte und die praktische Umsetzung im Alltag holte er sich unter anderem bei seinem Mitspieler Manuel Prietl. „Es ist schon etwas mehr Aufwand, man muss zu Hause mehr schnippeln", erzählt Seufert, „aber ich gehe einfach öfter essen. Das Angebot für vegane Ernährung ist gut in Bielefeld, es gibt schon ein paar Anlaufstellen." Den Drang nach einem Nickerchen verspüre er nach dem Essen inzwischen nicht mehr, „ich fühle mich wacher". Klingt gut. Und ist sicher nicht die schlechteste Voraussetzung für einen Einsatz in Nürnberg.

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