0
Symbolfoto: Für die Arminia-Karten gegen Schalke gibt es aktuell einige Dutzend dubioser und deutlich überteuerter Angebote im Internet, vor deren Kauf immer wieder gewarnt wird. - © Dennis Angenendt
Symbolfoto: Für die Arminia-Karten gegen Schalke gibt es aktuell einige Dutzend dubioser und deutlich überteuerter Angebote im Internet, vor deren Kauf immer wieder gewarnt wird. | © Dennis Angenendt

Arminia Bielefeld Achtung, Schwarzmarkt: Warnung vor überteuerten Schalke-Tickets im Netz

Das Spiel zwischen Arminia und Schalke ist ausverkauft - aber es gibt noch einige Karten auf dubiosen Plattformen. Warum Verkäufer und Käufer dieser Tickets ein großes Risiko eingehen.

Jan Ahlers
28.10.2019 | Stand 28.10.2019, 17:35 Uhr

Bielefeld. Schalke kommt, und alle wollen hin: Schon am Tag vor dem DFB-Pokal-Zweitrundenspiel gegen Königsblau ist ganz Bielefeld heiß auf den DSC Arminia. Die letzten 2.000 Karten für den Pokalkracher wurden in der vergangenen Woche auf offiziellem Wege verkauft. Vor einer Hintertür, die zudem ziemlich kostspielig ist, warnt der Verein nun nochmals. Auf Plattformen wie "Viagogo" oder "Ebay Kleinanzeigen" tauchen auch kurzfristig immer wieder Tickets für das Pokalspiel auf, jedoch zu deutlich überteuerten Preisen. Unter anderem werden Stehplatzkarten, die regulär etwa 15 Euro kosten, für 89 Euro angeboten. Sitzplätze kosten teils über 100, im Extremfall sogar 240 Euro. Kartenkauf aus Verzweiflung Dennoch werden viele dieser Karten verkauft - oft aus Verzweiflung, stellt dies doch meist die vorletzte Möglichkeit da, in ein restlos ausverkauftes Stadion zu gelangen. Als Ultima Ratio dient der Gang zur Arena ohne gültiges Ticket, in der Hoffnung, auf dem dortigen und meist ebenso wenig legalen Schwarzmarkt noch eine Karte zu ergattern. Der Verein warnt in Person von Kommunikationschef Daniel Mucha ausdrücklich davor, solche Angebote zu nutzen. Man habe im Vorfeld des Schalke-Spiels bereits identifizierte Tickets gesperrt, sagt er. Der aufgedruckte Barcode ist dann ungültig, die Eingangsschleuse verwehrt den Zutritt - der Käufer bleibt auf den hohen Kosten sitzen. Erste Tickets wurden gesperrt Zugleich hofft Arminia Bielefeld auch auf die Mithilfe seiner Anhänger. "Wir sind auf Unterstützung angewiesen. Wer Informationen rund um den überteuerten Verkauf von Karten hat oder solche Angebote sieht, kann diese an den Verein übermitteln", teilt Mucha mit. Über die Mailadresse ebay@arminia.de könne Verdächtiges dem Verein direkt gemeldet werden. Schon in den Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen des DSC Arminia ist die Weitergabe von Tickets klar geregelt. Einerseits ist es verboten, Tickets "zu einem höheren als dem bezahlten Preis weiterzugeben." Nur bei einem niedrigen Preisaufschlag von bis zu 10 Prozent für den Ausgleich von Transaktionskosten werde Kulanz gezeigt. Ohnehin ist untersagt, Tickets öffentlich auf "vom Club nicht autorisierten Verkaufsplattformen" anzubieten oder sie auch nur an diese zu verkaufen. Denn so funktioniert das Prinzip der Ticket-Plattformen: Die Ticketkäufer, die teils organisiert auftreten, bestimmen den Verkaufspreis etwa an Viagogo. Die Plattform erhebt einen Vermittlungszuschlag und bietet die Eintrittskarten so nochmals teurer an. Eine Masche, die besonders bei stark nachgefragten Events, Konzerten und Fußballspielen funktioniert und auch Arminia mit steigendem Erfolg des Klubs weiter beschäftigen wird.

realisiert durch evolver group