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Für den "Blick vom Block" schreibt der Autor dieses Fan-Reports  regelmäßig aus der Sicht der DSC-Fans. - © Wolfgang Rudolf
Für den "Blick vom Block" schreibt der Autor dieses Fan-Reports  regelmäßig aus der Sicht der DSC-Fans. | © Wolfgang Rudolf

Der Blick vom Block Jetzt muss Arminia den Abstand zu den Nichtaufstiegsplätzen vergrößern

Mit einem Sieg gegen den HSV wäre die Tabellenführung drin gewesen. Hat nicht geklappt. Erfolglos war das Spiel aber nicht, findet unser Fanblock-Armine. Warum, das erklärt er in dieser Kolumne

Armine von der Süd
22.10.2019 | Stand 22.10.2019, 13:06 Uhr |

Schwarzweißblaue Partystimmung. Im Fanclubchat bereits vor dem Stuttgartspiel gegen Kiel am Sonntag mit vorsichtigen Wünschen. Und dann stakkatomäßig gesteigert bis hin zu der Äußerung, dass wir durch den Sieg in Dresden unsere Spitzenposition ausbauen werden. Aber zuvor galt es ja, gegen unsere Freunde aus Hamburg ein ganzes Spiel zu absolvieren und das auch noch erfolgreich. Wir wissen jetzt, dass das nicht geklappt hat. Aber egal. Es war auch nicht erfolglos, denn ein Remis gegen den Tabellenersten zeigt, dass wir in der Spitzengruppe der 2. Liga angekommen sind. Den Abstand nach hinten zu vergrößern ist jetzt die Aufgabe der kommenden Wochen. Außer Nürnberg, dass bis dato eher einer Wundertüte gleicht als einem Aufstiegsaspiranten, sehe ich da ausschließlich Punktelieferanten bis zum Ende der Halbserie. (Das muss ich jetzt so schreiben, da ich meinen Fanclub-Kollegen vor der Saison zu Weihnachten einen 12 Punkte-Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz prognostiziert habe) Die Spielerbeobachter kommen wieder nach Bielefeld Aber egal. Mit dem Unentschieden gegen den HSV kann ich gut leben. Ich finde, wir haben ein echtes Spitzenspiel gesehen. Vielleicht ja nächstes Jahr in der Bundesliga wieder. Obwohl, Spitzenspiel wird dort wohl das falsche Wort sein. Oder ... Wer weiß. Zurück zum Montagabend: Vor dem Spiel nämlich wollte ein roter Sportwagen auf der Melanchthonstraße vom Kreisel in Richtung VIP-Parkplatz fahren. Da stehen dann aber immer hunderte, Bier trinkende Arminiafans. Ein Polizeibeamter war so freundlich, ihm die Optionen aufzuzeigen, die er nun habe. Vielleicht hat der Fahrer es bis zum Anpfiff auf seinen Platz geschafft. Es könnte ihm wichtig gewesen sein. Sein Kennzeichen K-FC-xxxx. Sie kommen also wieder. Die Spielerbeobachter. Das war in den letzten Jahren eher selten. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass so ein Spiel in Bielefeld an einem Montagabend nicht nur wegen der Gastmannschaft interessant ist. Mir fallen da aktuell mindestens fünf Arminenspieler ein, die auch für einen Bundesligisten sehr interessant sein dürften. Fabian Klos zähle ich aufgrund seines Alters nicht mal dazu. Aber egal. Der Schiedsrichter pfiff diesmal fast gar nicht Im ganzen Spiel gab es 96 Fouls. Gepfiffen wurden genau zwei (2). Schon interessant, welch unterschiedliche Schiedsrichtertypen die DFL nach Bielefeld schickt. Vor ein paar Wochen (ja, genau, den meine ich!), reichte es schon, des Gegners Schatten zu streifen, um den schrillen Pfiff des ...äh... Unparteiischen zu hören. Montagabend wollte der Schiedsrichter wohl den Nettospielzeitrekord erzielen, indem er einfach fast gar nicht pfiff. Der Rest ist schnell erzählt. Die erste Halbzeit ging nach Punkten an Hamburg, obwohl sie ohne diesen unfassbaren, desaströsen Geschenkpass von Edmundsson vielleicht gar kein Tor erzielt hätten. Herrliche 80er-Jahre Heavy Metal-Songs ließen mich in der Pause frohlocken, auch aufgrund der darüber verstörten Gesichter jüngerer Tribünenbesucher. Aber egal. Es sollte doch weitergehen mit einem rasanten Fußballspiel. Das tat es auch. Vielleicht feiern 25.000 gegen Kiel die Tabellenführung Unsere Arminia kontrollierte die 2. Halbzeit über weite Strecken. Und das mit mehreren guten Torchancen, bei denen leider häufiger die letzte Präzision fehlte. So stark ich Marcel Hartel unterm Strich sehe, seine Zuspiele kommen meiner Meinung nach zu selten an. Wenn er all diese Pässe an den Mitspieler bringt, wechselt er in der Winterpause nach Liverpool. Klos musste seine zweite Chance natürlich nutzen, er hat in der Nacht deswegen sicherlich wach gelegen. Aber egal. Das 1:1 war verdient. Das Tolle an einer Fanfreundschaft ist, dass dann das Stadion ausverkauft ist. Keine Sicherheitspuffer. Etwas weniger Polizei. Sollte immer so sein. Wenn Arminia jetzt noch die etwas verdrehte Preispolitik in den Griff bekommt, feiern vielleicht 25.000 gegen Kiel die Tabellenführung. Aber egal. Ich werde da sein. Euer Armine von der Süd

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