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Für den "Blick vom Block" schreibt der Autor dieses Fan-Reports künftig regelmäßig aus der Sicht der DSC-Fans. - © Wolfgang Rudolf
Für den "Blick vom Block" schreibt der Autor dieses Fan-Reports künftig regelmäßig aus der Sicht der DSC-Fans. | © Wolfgang Rudolf

Blick vom Block Aufstieg? Der Traum vom Tanz mit den Südlandarminen lebt

Die Kolumne aus dem Fan-Block. Einer, der mit der Arminia schon fast alles erlebt hat, schreibt als freier Reporter ab jetzt regelmäßig über seine Sicht auf den DSC.

Armine von der Süd
08.10.2019 | Stand 09.10.2019, 07:24 Uhr

Zum Derbyauswärtssieg sind es nur fünfzig Kilometer. An der Bremer Brücke ist es eng, laut und irgendwie so Dritte Liga. Oder halt Zweite Liga Retro. Laut war es aber in der ersten Halbzeit nur im Arminiaauswärtsderbysiegerblock. Die lilaweißen Osnabrücker wollten trotz Abschaffung der Montagsspiele ab der Saison 21/22 halt auch mal zeigen, dass sie protestieren können. Die Ultras aus Bielefeld haben sich damit nicht aufgehalten, sie wollten lieber 90 Minuten für Silvester üben. Das haben sie zum Leidwesen der hinten oben Stehenden geschafft, denn dort war häufig schlechte Sicht (die es bei den vielen Fahnen eh schon gibt) und auch ziemlich schlechte Luft. Die Geldstrafe dürfte diesmal höher ausfallen... Wir haben wieder Spieler, die sich ein Dribbling zutrauen Unsere Arminia hat, auch ohne Fabian Klos, den Gegner über 90 Minuten gut beherrscht, jedoch mit eher mäßiger Torchancenverwertung. Vielleicht wäre Soukou besser in der Sturmmitte aufgehoben und Voglsammer auf seiner, in der Saison bisher hervorragend bespielten, linken Seite. Andererseits ist das nur der Versuch, irgendetwas zu kritisieren. Mir macht es zwar richtig Spaß, unserer Mannschaft zuzusehen, aber nach all der Stümperei in den letzten Jahren kann ich es noch gar nicht richtig glauben. Wir haben wieder Spieler, die sich ein Dribbling zutrauen (Hartel, Soukou) und dieses auch noch gewinnen. Es gibt Innenverteidiger wie Nilsson und Pieper, bei denen es gut aussieht, wie sie den Ball behandeln. Daran muss ich mich trotz der beiden letzten Jahre, die auch nicht so schlecht waren, erst noch gewöhnen. Natürlich sind sie vorm Mikrofon alle sehr defensiv, aber wir spüren doch alle, dass da in dieser Saison vieles möglich sein kann. Ich weiß, in der Bundesliga sieht das schon alles etwas anders aus, aber wollen wir nicht wieder dahin zurück? Ins Westfalenstadion, den in der 79. Minute beim Stand von 5:0 für ihre Borussia das Stadion verlassende Kunden der Osttribüne ein herzlich ostwestfälisches „Ihr könnt nach Hause gehen!" hinterher rufen? In München im Augustinerbräu mit den Südlandarminen auf den Tischen tanzen und im Berliner Olympiastadion, freundlich nachfragend wegen einer Abgabemöglichkeit für den Rucksack, von einem Ordner zum nächsten geschickt zu werden, bis der Fünfte einem sagt, man solle jetzt einfach reingehen. Fabian Klos und ich haben das verdient! Nach dem knappen, aber hochverdienten Auswärtssieg in Osnabrück möchte ich zurück in die Bundesliga! Fabian Klos und ich haben das verdient! Und alle anderen Arminen auch! Am 17. Mai des Jahres 2020 möchte ich am Rathaus stehen und feiern! Dazu müssen alle Schwarzweißblauen aber noch ein wenig zulegen. Denn ein weiteres Relegationsdrama nach den von mir erlebten gegen Saarbrücken, diese verkorkste Aufstiegsrunde mit Havelse und Oldenburg, sowie diese Tragödie vor 5 Jahren kann und will ich nicht noch einmal ertragen. Vielleicht gründe ich schnell eine Partei, werde Bundeskanzler und schaffe alle Relegationen dieser Welt ab. Euer Armine von der Süd

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