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Option für die Spitze: Andreas Voglsammer (rechts) könnte vom linken Flügel auf die Position des Mittelstürmers rücken. - © Foto: Andreas Zobe
Option für die Spitze: Andreas Voglsammer (rechts) könnte vom linken Flügel auf die Position des Mittelstürmers rücken. | © Foto: Andreas Zobe

Arminia Bielefeld Ist Arminia gegen Osnabrück auch ohne Fabian Klos spitze?

Wer am Montag in Osnabrück anstelle des gesperrten Torjägers spielen könnte.

Philipp Kreutzer
06.10.2019 | Stand 06.10.2019, 08:05 Uhr |

Bielefeld. „Dass uns’re Stürmer spitze sind, weiß jedes Kind", heißt es in Werner Tennbergs Hymne „Arminia, wie schön sind deine Tore", die vor jedem Heimspiel aus den Boxen der Schüco-Arena dröhnt. Es gab Jahre, in denen Arminia-Fans diese Passage voller Selbstironie und deshalb gern umso lauter schmetterten. Zurzeit aber passt die Zeile, der Song von 1978 könnte angesichts der schon 19 DSC-Treffer in dieser Saison kaum aktueller sein. Umso kniffliger für Arminia, dass der beste Schütze und Vorbereiter im Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück am Montag (20.30 Uhr, Bremer Brücke) nicht zur Verfügung steht. Fabian Klos ist gesperrt, nachdem er beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart die Gelb-Rote Karte sah. Die entscheidenden Fragen vor der Begegnung beim VfL lauten deshalb: Kann Arminia überhaupt ohne seinen Rekordtorjäger erfolgreich sein? Und wer wird in Osnabrück anstelle von Klos spielen? Auf die erste Frage gab DSC-Trainer Uwe Neuhaus eine klare Antwort, zur zweiten mochte er sich lieber nicht allzu genau äußern. "Wir können deshalb nicht todtraurig sein" „Kein Trainer freut sich, wenn er seinen besten Scorer verliert", stellte der Trainer klar und schwärmte von seinem Kapitän als „Führungsperson schlechthin auf dem Platz". Dennoch, so Neuhaus, „muss es ja gehen. Wir können deshalb nicht todtraurig sein, sondern müssen es auffangen können." Der Coach äußerte sich zuversichtlich, auch ohne seine Nummer neun über genug Offensivkraft und Torgefahr zu verfügen, um auch in Osnabrück die zum erhofften Auswärtssieg erforderlichen Treffer zu erzielen. Doch welches Angriffspersonal genau in Osnabrück die schönen Tore machen soll – Frage zwei – mochte Neuhaus vorab nicht preisgeben. Sicherlich, um den Osnabrückern nicht zu viel zu verraten. Womöglich aber auch, weil es für ihn keine einfache Entscheidung ist. Schließlich verfügt der Trainer trotz des Ausfalls von Klos und des Fehlens der langzeitverletzten Stürmer Sven Schipplock und Nils Quaschner immer noch über eine ganze Reihe von Optionen, die ihm flexibel einsetzbare Spieler wie beispielsweise Cebio Soukou oder Joan Simun Edmundsson bieten. „Es gibt aber schon auch eine andere Option" Naheliegend wäre es, Andreas Voglsammer als Klos-Ersatz vom Flügel in die Mitte zu beordern. „Dann müssten wir unsere Spielweise nicht verändern", sagte der Trainer mit Blick auf die ähnlich wie bei Klos ausgeprägte körperliche Robustheit Voglsammers. „Es gibt aber schon auch eine andere Option", sagte Neuhaus – freilich ohne konkret werden zu wollen. Soukou oder Edmundsson wären als Mittelstürmer eher spielerische Lösungen. Ob Neuhaus allerdings das Risiko eingeht, sein eingespieltes Mittelfeld mit Edmundsson, Marcel Hartel und Manuel Prietl zu sprengen, scheint fraglich. Zumal Reinhold Yabo, Patrick Weihrauch und Nils Seufert zuletzt zwar am Mannschaftstraining teilnahmen, aber nach ihren Verletzungen noch nicht wieder vollständige Fitness erlangt haben. „Wenn jemand zwei Tore schießt, macht das einen guten Eindruck", bestätigte Neuhaus nach Keanu Staudes Treffern im Trainingsspiel gegen die eigene U 19. Für die Flügel bieten sich aber auch Soukou, Edmundsson und Jonathan Clauss an. Auch sie würden am Montag nur zu gern unter Beweis stellen, dass Arminias Stürmer auch ohne Klos spitze sind.

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