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Die Mannschaft bejubelt den Treffer von Klos-Ersatz Voglsammer. - © Andreas Zobe
Die Mannschaft bejubelt den Treffer von Klos-Ersatz Voglsammer. | © Andreas Zobe

Auswärtssieg Voglsammer trifft: Arminia schlägt Osnabrück 1:0 und bleibt Dritter

Der DSC bleibt damit erster Verfolger des Hamburger SV und des VfB Stuttgart.

Peter Burkamp
07.10.2019 | Stand 08.10.2019, 06:06 Uhr |
Patrick Albrecht

Osnabrück. Ausverkauft, ein Flutlichtspiel, ein Derby, eine tolle Atmosphäre. Alles stimmte und für die Bielefelder auch das Ergebnis. Zwei Wochen vor dem Heimspiel gegen den HSV hat sich der DSC mit dem Sieg in eine tolle Ausgangsposition gebracht. Im Spiel eins ohne Fabian Klos brachte DSC-Trainer Uwe Neuhaus für seinen Gelb-Rot-gesperrten Kapitän Außenangreifer Jonathan Clauss in die Startelf. Die vakante Position in der Sturmspitze übernahm Andreas Voglsammer. Für diesen startete Cebio Soukou links offensiv. Klos vor Anpfiff: "Da wird einiges von uns kommen" Klos ließ es sich nicht nehmen, das Derby – nur gut 50 Kilometer von der Heimat entfernt – live vor Ort zu verfolgen. Im mit 15.800 Zuschauern ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke drückte er seiner Mannschaft die Daumen. „Ich stehe hier mit einem guten Gefühl, weil ich gesehen habe, wie die Jungs trainiert haben. Da wird einiges von uns kommen", sagte Klos im Interview vor dem Anpfiff. Dass er selbst nicht dabei sein könne, sei „absolut bitter. Ich hätte richtig gern hier gespielt." Das Fehlen des Bielefelder Topscorers machte indes den Gastgebern auf den Rängen und auf dem Platz Hoffnung, gegen den leicht favorisierten Nachbarn etwas mitnehmen zu können. Wie würde Arminia ohne Fabian Klos auftreten?, lautete die Frage, die sich die mehr als 2.000 DSC-Fans in der Startphase stellten. Zunächst unspektakulär. Beiden Mannschaften war der Respekt voreinander anzumerken. Bei Osnabrücker Ballbesitz machte Manuel Prietl die Vierer- zur Fünferabwehrkette. Die Absicherung des eigenen Tores schien oberstes Gebot. Reifere Spielanlage beim DSC Dem Versuch, schnell umzuschalten, stand diese Ausrichtung nicht im Weg. Jonathan Clauss war der erste Torschuss vorbehalten – rechts vorbei. Beinahe im Gegenzug hatte Osnabrück eine gute Möglichkeit zur Führung durch Sebastian Klaas (8. Spielminute). Brunners Kopfball auf Seiten der Arminen, ein weiterer Versuch von Klaas für die Osnabrücker – viele gefährliche Szenen gab es nicht. Bis Cebiou Soukou in der 25. Minute den Ball nur Zentimeter am Tor vorbei spitzelte. Arminia zeigte im ersten Durchgang die reifere Spielanlage und besaß deutlich mehr Ballbesitz als die Gastgeber. Es fehlte bei einer insgesamt guten Passquote vor dem Tor etwas an Genauigkeit, doch die Arminen bemühten sich spürbar, die Führung zu erzielen. So entschieden sie die meisten Kopfballduelle nach Ecken für sich. Zweites Tor wegen Foul nicht gegeben Für Unmut sorgten die DSC-Fans, die ab Mitte der Halbzeit permanent Pyrotechnik benutzten. Selbst dann noch, als der Stadionsprecher mit einer Spielunterbrechung durch den Schiedsrichter drohte. Soukous Schuss (49.) erneut knapp am Tor vorbei unterstrich die Bielefelder Ambitionen zu Beginn der zweiten Halbzeit. Keine neun Minuten später die verdiente Führung: Nach einem schönen Anspiel von Clauss auf Voglsammer zieht dieser nach innen und trifft. Die Gäste kontrollierten die Partie nun eindrucksvoll, lediglich ein Freistoß durch Alvarez sorgte mal für Gefahr. Die Osnabrücker erhöhten zwar das Risiko fanden jedoch kein Mittel gegen die souveränen Arminen. Ein zweiter Treffer von Voglsammer in der Nachspielzeit fand wegen eines Stürmerfouls von Soukou keine Anerkennung. Dafür wurde kurz darauf noch Osnabrücks Amenyido nach einer Notbremse mit Rot vom Platz gestellt. Das Spiel in der Ticker-Nachlese:

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