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Erfolgreicher Abschluss: Tim Danneberg lässt sich nach dem Zweitliga-Aufstieg feiern. - © imago images / osnapix
Erfolgreicher Abschluss: Tim Danneberg lässt sich nach dem Zweitliga-Aufstieg feiern. | © imago images / osnapix

Arminia Bielefeld Ex-Armine Tim Danneberg: Osnabrücker Aufstiegsheld in neuer Funktion

Warum der Co-Trainer des VfL den DSC zu den besten Zweitliga-Teams zählt

Philipp Kreutzer
05.10.2019 | Stand 04.10.2019, 21:54 Uhr

Bielefeld. Seine Sympathien gehören noch immer Arminia Bielefeld. Das ist nicht verwunderlich, schließlich hat Tim Danneberg vor 14 Jahren beim DSC seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Doch wenn Arminia am Montag zum Zweitliga-Spiel beim VfL Osnabrück antritt (Anstoß: 20.30 Uhr, Bremer Brücke), drückt Danneberg dem Gegner die Daumen. Klar, denn er ist mittlerweile Co-Trainer bei den Lila-Weißen. Am 18. Mai bestritt Danneberg für den VfL sein letztes Spiel als Profi. Der Aufstieg der Osnabrücker in die 2. Liga stand schon fest. Ebenso, dass er dem neuen Aufgebot nicht angehören würde. Wieder einmal befasste sich Danneberg mit einem Vereinswechsel. Es wäre sein sechster im Profifußball gewesen. Doch im Urlaub reifte schließlich der Entschluss, die Karriere zu beenden. „Ich hätte mir zwar noch zwei, drei Jahre auf diesem Niveau zugetraut", sagt der 33-Jährige, „aber das wäre nicht gut mit dem Familienleben vereinbar gewesen." Für den gebürtigen Mindener und seine aus Bielefeld-Jöllenbeck stammende Frau Karen war seit Jahren klar, dass Bielefeld der Ort sein würde, an dem sie sesshaft werden. Das haben sie längst getan, leben mit Tochter Lotta (4) und Sohn Malo (2) im Ortsteil Dornberg. Noch einmal für einen Verein fern der Heimat zu spielen, war eine Vorstellung, die ihm nicht behagte. „Ich will Fußballlehrer werden" Beim VfL die Chance zum Einstieg in die Laufbahn nach der Karriere erhalten zu haben, bezeichnet Danneberg als „optimal". Und zwar nicht nur wegen der relativ kurzen Distanz zwischen Dornberg und Osnabrück. Er lernt von VfL-Chefcoach Daniel Thioune („So viel Akribie und Leidenschaft habe ich noch bei keinem anderen Trainer erlebt") und treibt parallel seine Ausbildung voran. Schon während seiner Profikarriere ließ er sich zum Fitnesstrainer schulen, jetzt legte er die Prüfung zur Fußballtrainer-B-Lizenz ab. Weitere Scheine sollen folgen. Dannebergs Ziel ist klar: „Ich will Fußballlehrer werden." Für den Job bringt er etwas ganz Entscheidendes mit: Persönlichkeit. 14 Profi-Jahre in verschiedenen Regionen der Republik haben ihn reifen lassen. Seine Mitspieler in Osnabrück hörten in der Kabine immer gut zu, was der Familienvater zu sagen hatte. Auch das ist ein Grund, weshalb Thioune sich entschied, seinen Vize-Kapitän der Erfolgssaison in seinen Trainerstab aufzunehmen. "Arminia ist eine homogene, stabile Mannschaft" Die Osnabrücker sind gut in die Saison gestartet, gegen Arminia will der VfL den dritten Heimsieg schaffen. „Wir sind jetzt drei Spiele ohne Sieg, da wird es mal wieder Zeit zu punkten", sagt Danneberg. Zugleich ist ihm klar, wie schwer das werden dürfte. „Arminia gehört mit zum Besten, was wir in dieser Saison gescoutet haben", sagt er. „Stuttgart und der HSV verfügen über eine andere individuelle Qualität, aber Arminia ist eine homogene, stabile Mannschaft, bei der du spürst, dass sie zusammensteht. Dazu haben sie eine klare Spielanlage von hinten heraus und treten auch gegen den Ball sehr diszipliniert auf." Seiner eigenen Mannschaft attestiert er aber ebenfalls große Fähigkeiten. „Wir sind in der Lage, jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen", sagt er und kündigt an: „Wir haben Bock, die Brücke beben zu lassen."

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