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Ende Oktober wird das Stadion von Arminia Bielefeld rappelvoll sein, wenn Schalke 04 kommt. Für die beiden Vereine bedeutet es einen Zahltag, für die meisten Fans ein teures Vergnügen. - © Christian Weische
Ende Oktober wird das Stadion von Arminia Bielefeld rappelvoll sein, wenn Schalke 04 kommt. Für die beiden Vereine bedeutet es einen Zahltag, für die meisten Fans ein teures Vergnügen. | © Christian Weische

Kommentar DSC und Schalke machen Tickets zum Luxusgut - gegen die eigenen Grundsätze

Viele Fans, die sich ab Freitag mit Tickets für das Schalke-Spiel eindecken wollen, müssen kräftig draufzahlen. Damit bleibt Arminia Bielefeld den eigenen Aussagen nicht treu, meint unser Autor.

Jan Ahlers
19.09.2019 | Stand 19.09.2019, 14:22 Uhr

Bielefeld. Was sich mit 40 Euro alles machen ließe. Im Discounter ließen sich zwei Einkaufstüten prall füllen, ein Kleinwagen volltanken. Die Alternative: 90, vielleicht 120 Minuten Fußball zwischen einem aufstrebenden Zweitligisten und einem ins Mittelmaß abgerutschten Erstligisten. Dass die Begegnung zwischen dem DSC und Schalke ausverkauft sein wird, ist dennoch sicher. Dafür wird der Fußball auf der Alm exklusiver. Zeitgleich haben die Vereine Pokal-Stehplatzkarten zum begehrten Schnäppchen gemacht. Damit werden sie nicht alle Dauerkarteninhaber und längst nicht alle Fans mit kleinerem Geldbeutel zufriedenstellen können. Verein muss sich an eigenen Aussagen messen lassen Zum Vergleich: Bochum hat sich im Vorfeld des Pokal-Duells mit dem FC Bayern anders entschieden. Dort wurden die Preise gleichmäßig auf allen Plätzen erhöht, das Preisniveau insgesamt ist – obwohl der Rekordmeister kommt – niedriger als in Bielefeld. Man müsse nicht immer an das Geschäftliche denken, der Fan stehe im Mittelpunkt. So umschrieb es DSC-Geschäftsführer Markus Rejek vor kurzer Zeit noch im vereinseigenen Podcast. Das sind Aussagen, an denen sich der Verein in seinem Handeln messen lassen muss – und die er im Fall Schalke 04 nicht konsequent in die Tat umgesetzt hat.

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