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So kennt man ihn: Manuel Prietl attackiert die gegnerischen Spieler, hier Bochums Sebastian Maier, energisch. Foto: Wolfgang Rudolf - © Wolfgang Rudolf
So kennt man ihn: Manuel Prietl attackiert die gegnerischen Spieler, hier Bochums Sebastian Maier, energisch. Foto: Wolfgang Rudolf | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld "Unersetzlich": Warum Manuel Prietl für die Arminia so wichtig ist

Manuel Prietl ist ein Fixpunkt im Mittelfeld des DSC. Trainer Uwe Neuhaus verrät, wo sich der Mittelfeldspieler verbessert hat

Peter Burkamp
22.08.2019 | Stand 22.08.2019, 17:42 Uhr |

Bielefeld. In Arminias Scorerliste führen – wen wundert es – die beiden Stürmer Fabian Klos und Andreas Voglsammer. Beide haben in den bisherigen drei Saisonspielen jeweils zweimal selbst getroffen und darüber hinaus ein Tor vorbereitet. Direkt nach dem Duo folgt vor dem Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg am Samstag (Anstoß 13 Uhr) mit Manuel Prietl ein Spieler, der bislang weniger durch seine Offensiv- als vielmehr durch seine starken Defensivqualitäten aufgefallen ist. Gegen St. Pauli sicherte Prietl mit einem wuchtigen Kopfball den für die Bielefelder wichtigen 1:1-Ausgleich. Seinen Scorerpunkt verdiente sich der Österreicher am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Aue, als er Fabian Klos schön in Szene setzte. Der DSC-Kapitän nutzte das Anspiel zum 2:0 und markierte einen neuen Zweitliga-Torschützenrekord (61). Auf seine ungeahnten Abschlussfähigkeiten angesprochen lächelt Prietl bescheiden: „Ich bin froh, dass es schon relativ früh in der Saison funktioniert. Gegen Pauli ist mir einer auf den Kopf gefallen. Wichtig ist insgesamt, dass wir zu Chancen kommen und welche kreieren." "Ich sehe unseren Auftakt positiv" Wer dann letztlich die Tore mache, sei am Ende egal. Prietl hofft, „dass es so weitergeht für die Mannschaft und wir konstant punkten". Mit dem Saisonstart ist der 28-Jährige zufrieden. „Ich sehe unseren Auftakt durchaus positiv. Wir haben noch kein Spiel verloren." „Allerdings", so gibt er zu bedenken, „wenn man es genau betrachtet, hätten wir gegen Pauli gewinnen können". Beim späten und letztlich glücklichen 3:3 in Bochum sei angesichts einer 2:0-Führung ebenfalls mehr drin gewesen. Die Mannschaft müsse sich jetzt in die Saison hineinarbeiten. „Wir wollen von Spiel zu Spiel besser werden. Ich denke, man kann ohnehin erst nach zehn, zwölf Runden sagen, wo die Reise hingeht." "Als zentraler Anspielpunkt hat er sich verbessert" Arminias Trainer schätzt seinen Mittelfeldabräumer. Mit den zuletzt demonstrierten Offensivqualitäten zu seinen ohnehin schon vorhandenen Stärken in der Abwehr sei Prietl „absolut unersetzlich", sagt Uwe Neuhaus. Viele gegnerische Teams erforderten aber eine zusätzliche Absicherung vor der Abwehr. Dann ist einer wie Prietl gefordert. „Seine Stärken sind, Löcher zu stopfen und Zweikämpfe zu gewinnen. Dann kann er unglaublich wichtig sein", betont Neuhaus. Prietl habe sich allerdings auch als zentraler Anspielpunkt deutlich verbessert: „Er ist ein Spieler, der unheimlich hart an sich arbeitet und der die Dinge aufnimmt, die besprochen werden." Neuhaus traut seinem „Sechser" grundsätzlich sogar mehr zu: „Ich bin noch nicht hundertprozentig zufrieden. Da geht noch was." Manuel Prietl wird diese Worte als Ansporn nehmen. Vor dem nächsten Gegner hat Prietl Respekt. Regensburg sei bisher immer „schwer zu spielen" gewesen. „Die haben so eine Art Red-Bull-Mentalität. Sie pressen den Gegner, sie pressen jeden Ball. Da müssen wir hoch konzentriert sein und versuchen, die richtigen Lösungen zu finden." Seine Aufgabe sieht Prietl dabei „grundsätzlich im defensiven Bereich. Wir spielen ohnehin schon sehr offensiv, gerade auf den Achterpositionen. Ich muss den Jungs vor mir den Rücken freihalten." Auch wenn er jetzt mal offensivere Akzente habe setzen können, sei seine Grundausrichtung dieselbe wie in der Vorsaison.

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