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Arminia Brian Behrendt über den Start, Sprachbarrieren und Saisonziele

Arminia: Der Innenverteidiger kommt mit seinem neuen Nebenmann Joakim Nilsson trotz verschiedener Sprachen gut zurecht. Zwei Spieler wirken wieder in den Trainingsspielen mit

Jan Ahlers
21.08.2019 | Stand 22.08.2019, 05:56 Uhr |

Bielefeld. 110 Pflichtspieleinsätze für Arminia Bielefeld zieren den Lebenslauf von Innenverteidiger Brian Behrendt. Aktuell kommt Woche für Woche einer hinzu. Damit das aber so bleibt, muss auch der 27-Jährige, der neuerdings mit Joakim Nilsson die Defensivzentrale bildet, im Training ständig überzeugen. "Keiner von uns darf sich zurücknehmen", sagt Behrendt. "Das gibt uns das Trainerteam zu spüren. Der Coach hat die Qual der Wahl." Jüngst musste Stephan Salger im Pokalspiel in Berlin als auch gegen Erzgebirge Aue auf der Bank Platz nehmen. Auch der 21-jährige Amos Pieper, der in Bochum nach seiner Einwechslung starke Akzente setzte, wartet auf die nächste Gelegenheit. Vorerst aber heißt das gesetzte Duo Nilsson und Behrendt. Das funktioniert bereits ganz ordentlich, obgleich leichte Sprachbarrieren die Abstimmung begleiten. Behrendt sagt ehrlich: "Mein Englisch ist ganz ordentlich, aber für den Platz noch etwas zu schwach." Auch weil Nilsson die deutschen Anweisungen rasch lerne, verbessere sich das Zusammenspiel stetig. "Es tut gut, ungeschlagen zu sein" Mit dem Saisonauftakt ist der Defensivmann zufrieden. "Es tut gut, ungeschlagen zu sein. Je länger wir die erste Niederlage herauszögern können, desto besser wird das Gefühl." Doch während Arminia mit seinem Anhang das souveräne 3:1 über Erzgebirge Aue feierte, war Behrendt innerlich nicht restlos zufrieden - das vermeidbare Gegentor wurmte. "Für Verteidiger gibt es nichts Nervigeres als solch ein Tor, obwohl wir lange sehr aufmerksam waren und gut gestanden haben", sagt der gebürtige Niedersachse, der vor seinem Wechsel zum DSC im Jahr 2015 lange Jahre für Rapid Wien unter Vertrag gestanden hatte. Umso wichtiger sei jetzt ein Zu-Null-Spiel im Ligabetrieb, meint der 27-Jährige. Zu Gast bei Jahn Regensburg keine leichte Aufgabe, 55 Treffer erzielte die Mannschaft unter dem neuen Kölner Trainer Achim Beierlorzer in der vergangenen Spielzeit. "Der Jahn ist eine Pressingmaschine, dagegen müssen wir bestehen", sagt Behrendt. Schipplock und Brunner machen Fortschritte Trotzdem wolle Arminia in Ostbayern auf die drei Punkte gehen. Denn: "Wir möchten so lange wie möglich oben in der Tabelle mitmischen." Aufmerksam verfolgte der Verteidiger den Saisonstart in der 2. Bundesliga und stellte fest, dass längst nicht jeder Favorit auf Betriebstemperatur ist. "Der HSV macht das schon ganz souverän und Stuttgart hat auch enorme Qualität", meint Behrendt, "Hannover 96 aber hat mich noch nicht restlos überzeugt." Neben dem 1. FC Nürnberg ein weiteres Spitzenteam, das Brian Behrendt und der DSC mit einem Sieg in Regensburg gerne für längere Zeit hinter sich lassen würden. Im Mittwochstraining unter höherer Belastung mitgewirkt haben unterdessen Stürmer Sven Schipplock und auch Rechtsverteidiger Cedric Brunner, die auch Teil des abschließenden "Elf gegen Elf" waren. Zur Matchfitness fehlen den beiden jedoch wohl noch einige Wochen. Während Jonathan Clauss nach dem Training zusätzliche Kraftübungen mit Gewichten absolvierte, absolvierten Patrick Weihrauch und Nils Quaschner ein Aufbauprogramm. Lesen Sie auch: Ex-Armine Börner steht in Sheffield gleich wieder in der Startelf

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