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Armine Maciej Murawski (l.) und der Schalker Ebbe Sand beim bisher letzten Arminen-Heimsieg im September 2002, einem 2:1. Ende Oktober gibt es das erste Duell seit elf Jahren. - © dpa
Armine Maciej Murawski (l.) und der Schalker Ebbe Sand beim bisher letzten Arminen-Heimsieg im September 2002, einem 2:1. Ende Oktober gibt es das erste Duell seit elf Jahren. | © dpa

Arminia Fünf Fragen und Antworten zum Arminia-Pokalkracher gegen Schalke 04

Bundesligist Schalke 04 kommt Ende Oktober nach Ostwestfalen. Schon jetzt wird nach Tickets gefragt, der Verein hat erste Informationen preisgegeben. Die Bilanz gegen Königsblau ist ausbaufähig.

Jan Ahlers
19.08.2019 | Stand 19.08.2019, 18:29 Uhr

Bielefeld. Viel gelungener hätte das Wochenende für Arminia Bielefeld kaum sein können. Auf den souveränen 3:1-Erfolg über Erzgebirge Aue, aus dem die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus viel Positives ziehen durfte, folgte das große Los im DFB-Pokal: Erstligist Schalke 04 gastiert auf der Bielefelder Alm. Wir klären die wichtigsten Fragen zum Pokalkracher. Wie haben die Fans auf das Los reagiert? Euphorisch. „Endlich mal Losglück", lautete der eindeutige Tenor in den sozialen Netzwerken. Die Freude über einen äußerst klanghaften und gleichzeitig – je nach Verfassung – nicht unlösbaren Gegner ist groß. „Ich rechne mit einem ausverkauften Haus", schätzt DSC-Coach Uwe Neuhaus. Auch viele Schalker begrüßen indes das nahe und attraktive Los. „Machbar, aber bitte nicht unterschätzen!", fordern die Fans der Knappen. Andere kommentieren auf Facebook wiederum sarkastisch: „Freilos!" Man hätte es schlimmer, aber auch einfacher haben können, darüber sind sich die Schalker Fans ziemlich einig. Ab wann gibt es Tickets? Zunächst einmal muss das Pokalspiel terminiert werden. Dies soll in den kommenden Tagen passieren. Infos zum Ticketverkauf verspricht der Verein frühestens für den Anfang der kommenden Woche. „Für Vereinsmitglieder und Dauerkarteninhaber wird es eine gesonderte Vorverkaufsmöglichkeit geben", kündigt Arminia Bielefeld an. Dauerkarteninhaber haben durch den Kauf ihrer Karte ihren Platz automatisch für das Spiel optioniert. Ob es danach noch einen freien Vorverkauf geben wird, steht noch nicht fest. Allgemein gilt: In die Schüco-Arena passen etwa 26.500 Zuschauer. Ein Zehntel davon, also 2.650 Tickets, sollen gemäß Vorschrift an Gästefans ausgegeben werden – das hat Arminia auch so geplant. Allerdings: „Die genaue Zahl ist vom Sicherheitskonzept der Behörden abhängig", teilt der Verein mit. Wie lukrativ wäre das Achtelfinale für den DSC? Für das Überstehen der zweiten Runde schüttet der Deutsche Fußball-Bund 702.000 Euro an die 16 Achtelfinalisten aus. Bislang hat der DSC bereits etwas mehr als eine halbe Million Euro DFB-Prämien kassiert. Das erwartet ausverkaufte Stadion gegen Schalke würde darüber hinaus schon beim Eintrittspreis eines „normalen" Zweitliga-Heimspiels Zuschauereinnahmen von mindestens 500.000 Euro generieren. Diese allerdings werden zu jeweils 45 Prozent zwischen Arminia und S04 aufgeteilt, die restlichen zehn Prozent für organisatorische Kosten verwendet. Ein guter sechsstelliger Betrag bliebe in jedem Fall übrig – das Weiterkommen würde für Bielefeld dann so richtig lukrativ. Gibt es personelle Überschneidungen zwischen Arminia und S04? Kaum. Im diesjährigen Arminia-Kader steht nur ein Akteur mit zumindest kurzer Vergangenheit bei Schalke 04: Neuzugang Fabian Kunze absolvierte zwischen 2014 und 2015 ein Jahr in der U 17, machte 23 Spiele und wechselte weiter zum SV Rödinghausen. Vom Bundesligisten begehrt wird allerdings Offensiv-Talent Jomaine Consbruch, der 17-Jährige feierte kürzlich mit einem Kurzeinsatz sein Zweitliga-Debüt. Schwarz-weiß-blaue Historie ist im aktuellen S04-Kader ebenfalls nicht zu finden. Vor etwa 20 Jahren sah das noch anders aus: Damalige Stars wie Jörg Böhme, Yves Eigenrauch und Heiko Westermann wechselten einst aus Ostwestfalen ins Herz des Ruhrgebiets. Wie gut hat sich der DSC in der Vergangenheit gegen Schalke präsentiert? Wenig berauschend. Lediglich eines der vergangenen 20 Spiele wurde gewonnen: Im September 2002 erzielten Erhan Albayrak und Mamadou Diabang die Treffer zum 2:1-Erfolg. Im DFB-Pokal fand das westfälische Duell zuletzt im November 2001 statt, damals unter ähnlichen Voraussetzungen: Arminia war starker Zweitligist, Schalke Bundesligist und frisch zum „Meister der Herzen" gekürt. Der DSC lieferte einen harten Kampf, erst durch ein Last-Minute-Tor von Andreas Möller kam Königsblau damals – ebenfalls in der zweiten Pokalrunde – mit einem 2:1-Sieg weiter und einem blauen Auge davon. Das bislang letzte Pflichtspiel zwischen Bielefeld und Schalke fand im April 2009 statt und endete wenig erfreulich: In der Schüco-Arena siegte S04 durch Tore von Kevin Kuranyi und Jefferson Farfan mit 2:0.

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