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So sieht Zufriedenheit aus: Trainer Uwe Neuhaus (l.) herzt den auffälligen Marcel Hartel, fordert von ihm aber noch mehr Torgefahr. - © Wolfgang Rudolf
So sieht Zufriedenheit aus: Trainer Uwe Neuhaus (l.) herzt den auffälligen Marcel Hartel, fordert von ihm aber noch mehr Torgefahr. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Nilsson und Hartel heizen den Konkurrenzkampf bei Arminia an

Beim Heimsieg von Arminia Bielefeld überzeugen die jüngsten Neuverpflichtungen und erhalten dafür Lob 
von Trainer und Kapitän.

Jan Ahlers
19.08.2019 | Stand 19.08.2019, 13:11 Uhr

Bielefeld. Zwei Minuten durfte Cebio Soukou am Samstag noch Werbung für sich machen. Der von Hansa Rostock gekommenen Flügelstürmer machte das Beste daraus, leitete in der Nachspielzeit sogar noch einen vielversprechenden Angriff ein. Doch obwohl der 25-Jährige in Bochum von Beginn an und passabel gespielt, noch dazu eine Torvorlage beigesteuert hatte, muss er sich nun genau wie DSC-Eigengewächs Keanu Staude vorerst mit einem Bankplatz begnügen. Zu groß ist die Kaderdichte insbesondere in der Offensive. Etwas überraschend hatte Trainer Uwe Neuhaus Marcel Hartel bei seinem Heim-Debüt für die Arminia auf die Acht neben Reinhold Yabo beordert, der Färinger Joan Simun Edmundsson wich auf den rechten Flügel aus – Soukou musste seinen Startelfplatz abgeben. Das kleine Experiment wirkte sich positiv aus, Hartel avancierte mit einem ball- und passsicheren Spiel sowie vielen Ideen im Spiel nach vorne zur positiven Überraschung. Neuhaus fordert Torgefahr von Hartel „Das war schon eine gute Leistung", lobte Neuhaus, der für die Zukunft aber bereits mehr vom Arminia-Wunschtransfer fordert: „Auf seiner Position darf man hin und wieder auch ein Tor oder einen Scorerpunkt beisteuern." Allerdings, das berücksichtigte der Cheftrainer, habe Hartel bei zwei flachen Pässen in die Schnittstellen schlichtweg kein Glück gehabt. „Da fehlte nicht viel." Ebenso wie Soukou zum späten Joker umfunktioniert wurde Innenverteidiger Stephan Salger. Er zog, das war nach den Aussagen im Vorfeld des Aue-Spiels absehbar gewesen, im Duell mit Joakim Nilsson den Kürzeren. „Ich habe hart dafür gearbeitet, mich so schnell wie möglich einzugewöhnen", sagte der rundum glückliche Schwede, den bei seinem ersten Heimspiel in der Schüco-Arena die Kulisse besonders beeindruckte. Nilsson lobt die Atmosphäre im Stadion „Im Vergleich zur schwedischen Liga ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht", sagte der 25-Jährige. „Die Zuschauer sind fantastisch, ich hatte mehrmals Gänsehaut. Man kann spüren, was für eine Fußballkultur es in diesem Land gibt." Ein Lob gab es auch von Kapitän Fabian Klos für die beiden Neuen. "Ohne einen Spieler herausheben zu wollen, hat man bei den beiden nicht gemerkt, dass sie ihr Startelfdebüt in der zweiten Liga gefeiert haben", sagte der 31-Jährige anerkennend. "Das sind zwei super Typen." Für Trainer Neuhaus hat der Konkurrenzkampf nur Positives. „Keiner kann sich allzu oft erlauben, schlecht zu spielen oder nicht die beste Einstellung zu zeigen." Sowohl Marcel Hartel als auch Joakim Nilsson dürften sich derweil mit ihrer Leistung für weitere Einsätze empfohlen haben.

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