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Im alten Dress: Philipp Riese war zwischen 2012 und 2014 für Arminia Bielefeld im Einsatz. Nach dem bitteren Abstieg gegen Darmstadt 98 zog der Mittelfeldspieler weiter nach Heidenheim - und schließlich nach Aue. - © Archivbild: Christian Weische
Im alten Dress: Philipp Riese war zwischen 2012 und 2014 für Arminia Bielefeld im Einsatz. Nach dem bitteren Abstieg gegen Darmstadt 98 zog der Mittelfeldspieler weiter nach Heidenheim - und schließlich nach Aue. | © Archivbild: Christian Weische

Arminia Bielefeld Philipp Riese: "Ich wäre damals gerne bei Arminia geblieben"

Der heute 29-Jährige erlebte Auf- und Abstieg beim DSC mit. Jetzt fühlt er sich bei Erzgebirge Aue wohl und kehrt als Tabellenzweiter zurück auf die Alm. Geblieben ist seine "eklige" Spielweise.

Jan Ahlers
14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 19:33 Uhr

Bielefeld. Zwei Jahre spielte er für Arminia Bielefeld, erlebte Auf- und Abstieg. Jetzt geht Philipp Riese, tatsächlich „nur" 175 Zentimeter groß und ein konditions- und zweikampfstarker Abräumer vor der Abwehr, in seine bereits fünfte Saison bei Erzgebirge Aue – dem Gegner vom Samstag (Anstoß 13 Uhr). „Als erste Station im Profifußball habe ich besonderes Verhältnis zu Arminia", sagt Riese im Gespräch mit nw.de. Und meint: „Einen Punkt würden wir gerne mitnehmen." Riese war im Sommer 2012 von Regionalligist Meuselwitz zum DSC gewechselt. Ein Transfer, der damals schwer einschätzbar war. Tatsächlich brauchte der heute 29-Jährige etwas Anlaufzeit, entwickelte sich in der Rückserie aber zum Stammspieler und gehörte am 11. Mai 2013 auch zur Startelf, die mit einem 1:0-Erfolg über Osnabrück die Zweitliga-Rückkehr besiegelte. "Es war nicht ganz so wie damals geschildert" In der 2. Bundesliga spielte der gebürtige Neubrandenburger weitere 29 Partien für den DSC. Darunter die berüchtigte Relegation gegen Darmstadt 98, die im Wiederabstieg endete. „Das vergesse ich nicht", sagt Riese, der nur zwei Tage später einen Vertrag beim damaligen Zweitliga-Aufsteiger Heidenheim unterschrieb – und dafür unter anderem Kritik vom Sportlichen Leiter Samir Arabi kassierte. „Es war nicht ganz so, wie es damals geschildert wurde", sagt Riese heute. „Ich wäre gerne bei Arminia geblieben, habe viele Freunde in Ostwestfalen gewonnen." Das Geschehene sei aber verjährt, die Beziehung zu Bielefeld eine absolut positive, betont der Profi. Kontakt pflegt der Mittelfeldmann vor allem noch zu DSC-Stammtorhüter Stefan Ortega, darüber hinaus gibt es Komplimente für die Kaderplanung: „Arminia ist in dieser Saison sehr stark aufgestellt. Da hat Samir einen guten Job gemacht", lobt Riese. „Da könnte mehr gehen in diesem Jahr." Warum Erzgebirge Aue so gut gestartet ist Für Erzgebirge Aue ist der Saisonstart mit zwei Siegen derweil optimal verlaufen. „Unsere Mannschaft wurde im Sommer kaum verändert, das kommt uns in der Frühphase entgegen", begründet der Veilchen-Kicker die Stärkephase. „Allerdings schauen wir wie jedes Jahr nur auf die 40-Punkte-Marke." Taktisch seien die Sachsen schwieriger auszurechnen als früher, verrät Riese. Coach Daniel Meyer, der kürzlich wegen eines Trauerfalls eine einwöchige Pause eingelegt hatte, variiert je nach Gegner zwischen einem 3-5-2- sowie 4-3-3-System. Dadurch ändern sich die Rollen vieler Spieler, Riese aber bleibt der Kilometerfresser im Mittelfeld. „So einen Spielertyp wie mich kann jede Mannschaft gebrauchen", sagt Riese und grinst. Verändert habe er seine Spielweise kaum: „So eklig wie möglich" wolle er für seine Gegner zu bespielen sein. Als Arminia-"Experten" benötigt ihn seine Mannschaft, in der mit Pascal Testroet und Malcolm Cacutalua zwei weitere Ex-DSCler kicken, aber nicht, versichert er. „Bei uns weiß jeder, wie schwer ein Fabian Klos zu verteidigen ist."

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