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Jubel bei den Arminia-Mädels: Ein 4:0 über Borussia Mönchengladbach bedeutet die Tabellenführung für den DSC in der 2. Bundesliga. - © Archivbild: Florian Kleinschmidt
Jubel bei den Arminia-Mädels: Ein 4:0 über Borussia Mönchengladbach bedeutet die Tabellenführung für den DSC in der 2. Bundesliga. | © Archivbild: Florian Kleinschmidt

Ligastart Arminia-Frauen sind Tabellenführer - 4:0-Auftaktsieg in Mönchengladbach

Traumstart für die Arminia-Frauen: Mit einem 4:0-Erfolg beim Erstliga-Absteiger Mönchengladbach stürmt der DSC zum Ligastart an die Tabellenspitze der 2. Liga.

Peter Burkamp
12.08.2019 | Stand 12.08.2019, 16:55 Uhr

Mönchengladbach/Bielefeld. Mit einem Paukenschlag kehrten Arminias Frauen in die zweite Bundesliga zurück. Das Team von DSC-Trainer Markus Wuckel eroberte durch den 4:0-Auswärtserfolg bei Borussia Mönchengladbach am ersten Spieltag gleich mal die Tabellenführung. „Es ist der Wahnsinn", waren Wuckels erste Worte nach dem in dieser Höhe und Deutlichkeit nicht zu erwartenden Erfolg. Zum Ligaauftakt passte offenbar nahezu alles perfekt. „Wir haben den Gegner sehr gut unter Druck gesetzt und dann in den richtigen Momenten die Tore erzielt", schwärmte Wuckel. Noch am Freitagabend durften die DSC-Damen zum ersten Mal auf ihrem neuen Platz in Bielefeld trainieren. Trainer Wuckel: "Wir wollten sie rauslocken" Offenbar von diesem positiven Erlebnis beflügelt boten Sandra Hausberger und Co. beim Erstligaabsteiger Mönchengladbach eine Top-Leistung, an der Markus Wuckel kaum etwas auszusetzen hatte. Als Schlüssel zum Erfolg benannte der DSC-Trainer das effektive Pressing. „Wir wollten sie rauslocken und zu langen Schlägen zwingen. Das ist uns gut gelungen." Gerade das Pressing hatte Wuckel beim knappen Pokalsieg in Braunschweig vor einer Woche noch kritisiert. Im Rückblick ist Wuckel beinahe froh, dass seine Mannschaft Anlass zu Kritik gegeben hatte und er vor dem Ligastart noch „einmal Klartext reden konnte". Die Spielerinen müssen ihren Coach verstanden haben. Neben der offensiven Verteidigung spielten den Gäste die frühen Tore von Annabel Jäger (15.) und Sarah Grünheid (22.) in die Karten. „Dazu hat Vivien Brandt noch zweimal sehr gut gehalten. Es hat einfach alles gestimmt", berichtete Wuckel. Thiemann und Grünheid machen das Ergebnis deutlich Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Bielefelderinnen hellwach. „Wir hatten damit gerechnet, dass Gladbach kommen würde. Das 3:0 durch Sophia Thiemann war dann jedoch der psychologische Genickbruch für den Gegner", sagte Wuckel. Mit Arminias drittem Tor nur zwei Minuten nach Wiederbeginn war die Moral der Gastgeberinnen gebrochen. Arminia brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und schaffte es sogar noch, durch Sarah Grünheid in der Nachspielzeit auf 4:0 zu erhöhen. „Das erste Spiel gewonnen, dazu zu Null gespielt. Die Mannschaft hat den Matchplan super umgesetzt. Das freut mich als Trainer riesig", so Wuckel. Fast im gleichen Atemzug versuchte er, den Sieg trotz aller Euphorie „als wichtigen Schritt zum Klassenerhalt" einzuordnen: „Heute ist es für uns nahezu optimal gelaufen. Das wird nicht immer so sein." Die Euphorie sollen seine Damen nun mit in das Heimspiel-Debüt am Sonntag 11 Uhr gegen Bayern München II nehmen. In der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde treffen die Arminen voraussichtlich am 8. September auf den Erstligisten MSV Duisburg mit dem Ex-Bielefelder Thomas Gerstner. „Das ist ein tolles Los für uns", sagte Wuckel. DSC Arminia: Brandt – Krall, Hausberger, T. Grünheid (72. Weber), Heitlindemann – Ejupi (85. Hellwig), Lösch, Jäger, Thiemann – Fetaj (78. Lazic), S. Grünheid. Tore: 0:1 Jäger (15.), 0:2 S. Grünheid (22.), 0:3 Thiemann (47.), 0:4 S. Grünheid (90+2)

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