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Arminia Bielefeld Arminias neuer Verteidiger Nilsson macht sich bemerkbar

Der Neuzugang in der Defensive liefert im Pokal sein Pflichtspieldebüt und darf sich Hoffnungen auf einen Startplatz gegen Aue machen

Peter Burkamp
12.08.2019 | Stand 12.08.2019, 16:43 Uhr

Bielefeld. Zwei Mal Unentschieden in der Liga und mit einiger Mühe sowie einem knappen 1:0-Erfolg beim zwei Klassen tiefer spielenden FC Viktoria Berlin die nächste Runde des DFB-Pokals erreicht: Es hätte schlechter laufen können für Arminias Profis, andererseits war speziell beim 3:3 nach 2:0-Führung in Bochum auch mehr möglich gewesen. Bei dem einen oder anderen Klub dauert es etwas länger, bis er richtig Fahrt aufgenommen hat. Viele Trainer rechnen die ersten Pflichtspiele zur erweiterten Vorbereitungszeit, gilt es doch in der Regel einige neue Spieler zu integrieren. Für Arminia kommt in der aktuellen Startphase erschwerend hinzu, dass mit Joakim Nilsson und Marcel Hartel zwei potenzielle Stammkräfte nicht zu Vorbereitungsbeginn zur Verfügung standen. Hartels Wechsel von Union Berlin war erst kurz vor dem Ligaauftakt perfekt. Nilsson ist durch die Geburt seines ersten Kindes exakt in der Phase des Transfers besonders beansprucht gewesen. Auch er war zum Wiederbeginn Ende Juni noch nicht vor Ort. "Er hat seine Sache gut gemacht, auch im Spielaufbau" Im dritten Pflichtspiel durfte der für rund 400.000 Euro vom schwedischen Erstligisten Elfsborg nach Ostwestfalen gewechselte Verteidiger zum ersten Mal in der Startelf ran. „Es war eine schöne Erfahrung, jetzt in einem, wenn man so will, richtigen Spiel auflaufen zu können. Dazu noch von so vielen Fans begleitet", sagte Nilsson, nachdem er zuvor nur in Tests aktiv war. Der 25-Jährige agierte in Berlin an der Seite von Brian Behrendt in der Innenverteidigung. 96 Prozent seiner Zuspiele fanden ihren Adressaten. „Ich glaube, er hat seine Aufgabe gut gemacht, auch im Spielaufbau. Er hatte ein gutes Passspiel. Letztlich haben wir zu null gewonnen, da findet man auch leichter lobende Worte", sagte Uwe Neuhaus und wirkte insgesamt zufrieden mit dem Debüt Nilssons. Der gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe. Einen verlor er, beziehungsweise verursachte einen Freistoß für die Berliner nach einem Foul kurz vor der Strafraumgrenze. Glück für Nilsson und die Arminen, dass Patrick Kapp den Ball am rechten Pfosten vorbei zirkelte. "Ich wollte zeigen, dass ich fit bin" Kurz nach Wiederbeginn hatte Nilsson sogar die Chance, für Arminia auf 2:0 zu erhöhen. Nach einer Ecke kam er mit dem Kopf an den Ball, vermochte jedoch nicht genügend Druck auf das Spielgerät auszuüben. „Ich hätte treffen können, aber ich habe nicht genug Kraft hinter den Ball bekommen", erinnerte sich Nilsson. Grundsätzlich fand er seinen Auftritt „okay. Natürlich gibt es Dinge zu verbessern. Es war insgesamt eine harte Aufgabe für uns. Man merkte, dass es für die Berliner das Spiel des Jahres war. Wir waren die bessere Mannschaft und wollten unbedingt gewinnen, und das ist uns gelungen", lautete Nilssons Fazit. Ob seine Leistung ausgereicht habe, um Uwe Neuhaus zu überzeugen, ihn auch gegen Erzgebirge Aue für die Startelf zu nominieren, vermochte Nilsson nicht zu sagen. „Ich wollte unbedingt zeigen, dass ich fit bin und in Berlin spielen. Aber diese Frage kann letztlich nur der Trainer beantworten", sagte der 25-Jährige und lächelte dabei.

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