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Zug zum Tor: Andreas Voglsammer führt Arminia Bielefeld mit seinem Treffer in die zweite Pokalrunde. - © Wolfgang Rudolf
Zug zum Tor: Andreas Voglsammer führt Arminia Bielefeld mit seinem Treffer in die zweite Pokalrunde. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Arminia müht sich zum Pokalerfolg

Der Bielefelder Zweitligist hat ohne jeden Glanz gegen Regionalligist FC Viktoria Berlin die zweite Runde erreicht. Trotz spielerischer Überlegenheit kam nur Andreas Voglsammer zum Torerfolg

Peter Burkamp
10.08.2019 | Stand 11.08.2019, 08:59 Uhr

Berlin. Da haben die Arminen ihre Fans mal wieder lange auf die Folter gespannt. Bis zum Schlusspfiff mussten die DSC-Profis und ihre Anhänger um den knappen 1:0-Erfolg bei Viktoria Berlin bangen. „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben es versäumt, das zweite Tor zu machen. Und so haben wir in der Schlussphase Schwierigkeiten gehabt", resümierte Uwe Neuhaus nach dem Sieg, der dem DSC 351.000 Euro Einnahme für das Erreichen der zweiten Runde beschert. Der DSC-Trainer veränderte seine Startelf gegenüber dem Bochum-Spiel auf drei Positionen. Joakim Nilsson kam für Stephan Salger, Nils Seufert für den aus privaten Gründen verhinderten Reinhold Yabo und Marcel Hartel für Cebio Soukou. Voglsammer erzielt das erhoffte frühe Tor Vor mehr als 2.000 Bielefelder Fans unter den 4.503 Zuschauern agierten beide Teams zunächst sehr konzentriert in der Abwehr, um jede sich bietende Chance, sprich Fehler der Gegenseite, zu nutzen, das Spiel schnell zu machen. Nachdem zunächst der Ex-Berliner Marcel Hartel Viktorias Keeper Stephan Flauder geprüft hatte, durften die DSC-Fans zum ersten Mal jubeln. Andreas Voglsammers Kopfballtor nach Ecke von Jonathan Clauss bedeutete das von den Bielefeldern erhoffte frühe Tor. Regionalligist zeigt sich unbeeindruckt Die Gastgeber zeigten sich in der Folgezeit allerdings komplett unbeeindruckt von diesem Rückstand. In Ballbesitz bewies der Regionalligist direkten Zug zum Tor. Zum Teil benötigten die Berliner nur wenige Stationen, um gefährlich vor dem Arminen-Tor aufzutauchen. Zwei Mal musste Stefan Ortega mutig eingreifen. Cimp Patric Röcker fand sich plötzlich frei im Strafraum der Bielefelder wieder, traf jedoch den Ball nicht richtig. Rafael Brand und Yannis Becker hatten weitere Möglichkeiten für die beherzt ihre Chance suchenden Gastgeber. Elfmeterpfiff nach Foul an Voglsammer bleibt aus Arminia bemühte sich vergebens, das Ergebnis klarer zu gestalten. Ungenauigkeiten und Missverständnisse sorgten dafür, dass der Zweitligist in der Offensive bis zum Pausenpfiff blass blieb. Zumindest eine deutliche Steigerung in puncto Torchancen lieferten die Arminen nach dem Seitenwechsel. Joakim Nilsson und Jonathan Clauss scheiterten in aussichtsreicher Position. Und gleich zwei Mal stand Führungs-Torschütze Andreas Voglsammer im Mittelpunkt. Schön bedient von Tom Schütz entschied er sich für ein Abspiel anstatt selbst abzuschließen. Wenig später wurde er an der Strafraumgrenze klar gefoult, doch der Pfiff des Unparteiischen Franz Bokop, der noch nicht höher als 3. Liga gepfiffen hat, blieb aus. Die Fans zittern bis zum Schluss Nach dieser stärkeren Phase verblasste das Spiel der Arminen wieder. Zwar kontrollierten die Gäste die Partie weitgehend, doch angesichts des knappen Vorsprungs mussten die DSC-Fans bis zum Schlusspfiff zittern, da die Berliner noch einmal alles nach vorn warfen und Voglsammer das entscheidende zweite Tor verpasste. "Man sieht auch an einigen anderen Ergebnissen, dass es nicht so einfach ist, den Klassenunterschied deutlich zu machen", fasste Uwe Neuhaus den Pokalsamstag aus seiner Sicht zusammen. Viktoria Berlin: Flauder – Daube, Hoffmann, Röcker, Hüther (76. Yamada), Schmidt (60. Ndualu), Brand, Kapp, Gunte (57. Schulz), Becker, Menz DSC Arminia: Ortega – Clauss (78. Kunze), Behrendt, Nilsson, Hartherz – Seufert (61. Schütz), Prietl, Hartel (91. Pieper) – Edmundsson, Klos, Hartherz

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