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Arminia Bielefeld Arminias Trainer nimmt das Pokalspiel nicht auf die leichte Schulter

Vor dem Pokalspiel beim Regionalligisten Viktoria Berlin warnt Uwe Neuhaus vor Nachlässigkeit. Der DSC-Trainer plant Änderungen in der Startelf

Peter Burkamp
09.08.2019 | Stand 09.08.2019, 17:25 Uhr |

Bielefeld. Fragen bezüglich der Aufstellung lächelt Uwe Neuhaus gern und regelmäßig weg. Arminia Bielefelds Trainer lässt die heimischen Medien und – so der wahrscheinlich erhoffte Nebeneffekt – den nächsten Gegner gern im Unklaren darüber, wie er seine Spieler für die Startelf zu positionieren gedenkt. Im Vorfeld des Pokalduells bei Viktoria Berlin, Samstag 15.30 Uhr, im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, ließ sich Neuhaus erwartungsgemäß auch nicht in die Karten schauen. Immerhin schloss er eine größere Rotation aus. „Es ist nicht das Spiel, um ein bisschen was auszuprobieren. Das wäre ein ganz falsches Zeichen für die Mannschaft. Wenn ich dieses Zeichen gäbe, wären wir schon auf der Verliererstraße", sagt Neuhaus. Die Arminen nehmen ihren Gastgeber ernst. Diese Botschaft, das wird ganz deutlich, will Neuhaus vermitteln. "In einem Spiel ist alles möglich" „Es geht einzig um das Weiterkommen", sagt der DSC-Coach, der den Pokalwettbewerb wegen der besonderen Atmosphäre, die das Klein gegen Groß mitbringt, schätzt. Jedes Jahr zeige sich regelmäßig, „dass in diesem einen Spiel wirklich alles möglich ist, und wenn man dann als Favorit verliert, hat man das Debakel", sagt Neuhaus. Auf diese neuerliche Erfahrung kann der DSC-Trainer gut verzichten. Die Erinnerung an seinen jüngsten Pokal-Auftritt ist noch relativ frisch. Mit Dynamo Dresden musste er sich vergangenen Sommer dem SV Rödinghausen 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Wenig später wurde Neuhaus beurlaubt. Das Pokal-Aus in Rödinghausen noch im Hinterkopf hofft Neuhaus, seine Botschaft bei den DSC-Profis unterzubringen. Die Einstellung, „dass wir Favorit sind und es schon irgendwie schaffen", findet Neuhaus kaum tauglich, um bei einem Regionalligisten erfolgreich zu sein. „Ich glaube nicht, dass sich die Berliner verstecken werden. Sie ticken ähnlich wie wir und versuchen, von hinten heraus nach vorn zu kombinieren." Nilsson könnte eine Chance bekommen Viktoria spiele einen frechen, guten Fußball und verfüge über schnelle und robuste Spieler, lautet seine Einschätzung des Gegners. Deshalb sei höchste Konzentration gefordert. Seine Mannschaft habe es letztlich selbst in der Hand, das Spiel zu entscheiden. „Wenn wir eine Top-Leistung abliefern, werden wir gewinnen", ist Neuhaus überzeugt. Überzeugt sei er auch von jedem DSC-Profi, den er in den Kader berufe. Neuhaus ließ durchblicken, dass er dem einen oder anderen Spieler die Chance geben werde, „im Wettbewerb zu zeigen, dass er diese Nominierung verdient". Einer der ersten Anwärter für einen Wechsel ist Innenverteidiger Joakim Nilsson. „Er ist spät zu uns gekommen und hat durch die Geburt seines Kindes viel Zeit verloren. Wahrscheinlich benötigt er auch noch ein bisschen Zeit, um sich hundertprozentig wohl zu fühlen. Abläufe und Spielweise zu verinnerlichen, geht nicht von heute auf morgen", erklärt Neuhaus. Nilsson sei jedoch auf einem guten Weg, das würden die Trainingseindrücke belegen. Als weitere Kandidaten für einen Wechsel gelten Torwart Philipp Klewin und Mittelfeldspieler Tom Schütz. Aktuell keine Rolle spielen Prince Owusu, Patrick Weihrauch, Cedric Brunner, Sven Schipplock und Nils Quaschner.

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