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Anzeigetafel: Um Transparenz zu gewährleisten, werden die Zuschauer über jede Überprüfung informiert. - © Wolfgang Rudolf
Anzeigetafel: Um Transparenz zu gewährleisten, werden die Zuschauer über jede Überprüfung informiert. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Der Videobeweis ruft auch in Bielefeld Unmut hervor

Mit dem VAR soll die Anzahl der Fehlentscheidungen reduziert werden. Es gibt dadurch aber mehr und längere Unterbrechungen im Spiel.

Philipp Kreutzer
22.07.2019 | Stand 21.07.2019, 19:15 Uhr

Bielefeld. Arminia Bielefelds Testspiel gegen Barnsley diente als sportliche, aber auch als technische Generalprobe. Schließlich wird der so genannte Videobeweis jetzt auch in der 2. Liga eingeführt. Mit Hilfe des Video Assistant Referee (VAR) sollen strittige Szenen überprüft und Fehlentscheidungen der Schiedsrichter vermieden werden. Acht Minuten waren am Samstag gespielt, als die Technik zum ersten Mal in der Schüco-Arena zum Einsatz kam: Fabian Klos’ 1:0 wurde routinemäßig überprüft. Ehe Schiedsrichter Nicolas Winter und sein Team festgestellt hatten, dass das Tor korrekt zustande gekommen war, verging mehr als eine Minute. Einige Zuschauer unter den 2.176 Besuchern verliehen ihrem Unmut über das Prozedere mit Pfiffen Ausdruck. Genauso bei weiteren Kontrollen. Und vor allem bei einem artistischen Klos-Tor in der 64. Minute, als der Schiedsrichter den VAR wegen gefährlichen Spiels von Andreas Voglsammer erst gar nicht bemühte. Nicht ganz so laut wurde es dagegen, als Winter einem Treffer von Barnsley nach Überprüfung wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte (62.). „Ich stehe der Sache nicht positiv gegenüber“ Genervt reagierte auch Uwe Neuhaus. „Ich stehe der Sache nicht positiv gegenüber“, sagte Arminias Trainer mit Blick auf die Unterbrechungen. Er nahm sich zugleich aber etwas zurück: „Man muss vorsichtig sein. Die Schiedsrichter haben heute viel probiert, zum Beispiel, ob die Verbindung steht und ob sie die passenden Bilder sehen.“

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