In England angekommen: Julian Börner, früher Kapitän bei Arminia Bielefeld, hat Stammplatzambitionen in seiner neuen Heimat Sheffield. - © Christian Weische
In England angekommen: Julian Börner, früher Kapitän bei Arminia Bielefeld, hat Stammplatzambitionen in seiner neuen Heimat Sheffield. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Börner in Sheffield vorgestellt: Ein Freund leistete Entscheidungshilfe

Fünf Jahre war Julian Börner bei Arminia, jetzt startet für ihn ein neues Kapitel seiner Karriere: Er wurde nun mit leichter Verzögerung beim englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday vorgestellt.

Jan Ahlers
11.07.2019 | Stand 11.07.2019, 22:49 Uhr

Sheffield/Bielefeld. Sein Abschied von Arminia Bielefeld ist seit rund zwei Monaten beschlossen, offiziell vorgestellt wurde Julian Börner als Neuzugang des englischen Championship-Vertreters Sheffield Wednesday aber erst am Mittwoch. Grund war ein Transfer-Embargo für den Zweitligisten von der Insel - erst jetzt wurde der Wechsel von der Liga endgültig bestätigt. Bei seiner Vorstellung geriet Börner nochmals ins Schwärmen: "Es ist mein Kindheitstraum, einmal in England zu spielen", wird der 28-Jährige im The Star zitiert. Sein nächstes Ziel: "Ich möchte einmal in der Premier League spielen. Dafür müssen wir hart arbeiten, es liegt ein weiter Weg vor uns." Stiepermann riet Börner zum Tapetenwechsel Unterstützung bei der Entscheidung für Sheffield erhielt Börner dabei von einem früheren Mannschaftskollegen und guten Freund: Marco Stiepermann, kürzlich mit Norwich City in die Premier League aufgestiegen. "Ich spreche mit ihm dreimal pro Woche", so Börner. "Erst war ich wegen der neuen Sprache und Kultur etwas unsicher, aber er hat mir zum Wechsel geraten." Vor allem das physische Spiel in England dürfte dem gebürtigen Thüringer entgegenkommen. "Ich bin Fighter und ein guter Kopfballspieler." Ebenso macht er keinen Hehl daraus, umgehend zum Stammspieler werden zu wollen: "Ich bin es aus Deutschland gewohnt, jede Woche zu spielen." Kurzfristiger Abgang schmeckte Arminia nicht Börners Abgang war Anfang Mai nicht geräuschlos verlaufen. "Wir hätten sehr gerne mit Julian verlängert [...] und sind enttäuscht, dass das gegebene Wort nichts zählt", hatte etwa Sportchef Samir Arabi gesagt, nachdem der Abschied bekanntgeworden war. Kurz vor der Unterschrift eines neuen Vertrags in Bielefeld war das Angebot aus England gekommen. Im Gegensatz zu einem früheren Angebot des heutigen Erstligisten Norwich, das Börner abgelehnt hatte und Arminia eine Millionensumme beschert hätte, erhielt der DSC aufgrund des auslaufenden Arbeitspapiers diesmal keine Ablösesumme. Dafür präsentierte der Verein am Donnerstag mit dem Schweden Joakim Nilsson den Börner-Nachfolger für die Innenverteidigung.

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