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Jonathan Clauss beglückwunscht Andreas Voglsammer zum Führungstreffer. - © Wolfgang Rudolf
Jonathan Clauss beglückwunscht Andreas Voglsammer zum Führungstreffer. | © Wolfgang Rudolf

DFB-Pokal Voglsammer per Kopf: Arminia meistert die Hürde bei Viktoria Berlin

Voglsammers Führungstreffer nach 15 Minuten bleibt beim 1:0-Auswärtssieg in Berlin der einzige Treffer des Tages

Patrick Albrecht
10.08.2019 | Stand 13.08.2019, 17:40 Uhr |

Bielefeld. Arminia Bielefeld ist glanzlos, aber souverän und verdient gegen Regionalligist Viktoria Berlin in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Andreas Voglsammer erzielte beim 0:1 (0:1) in der 15. Minute den goldenen Treffer. DSC-Trainer Uwe Neuhaus wechselte im Vergleich zum 3:3 gegen den VfL Bochum dreimal: Hartel, Nilsson und Seufert ersetzten Soukou, Salger und Yabo (aus privaten Gründen nicht im Kader). Vor 4.500 Zuschauern im Ludwig-Jahn-Sportpark gab die Neuhaus-Elf wie erwartet den Takt vor. Die Arminen hatten über weite Strecken der ersten Halbzeit über 80 Prozent Ballbesitz und versuchten Lücken im Defensiv-Verbund der Gastgeber zu finden. Nachdem Seufert (12.) einen Distanzschuss neben das Tor setzte, prüfte Hartel Viktoria-Keeper Flaudel das erste Mal nach Zusammenspiel mit Voglsammer aus spitzem Winkel (14.). Voglsammer nutzt seinen Freiraum Wenig später war es dann soweit: Voglsammer schlich sich seinem Gegenspieler davon und netzte nach einer Clauss-Ecke relativ unbedrängt per Kopfball zur Führung ein - Keeper Flaudel war noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (15.). Zwischen der 20. und 30. Minute wurden die Berliner dann mutiger und näherten sich gleich mehrfach dem Ausgleich an. Rücker konnte eine starke Flanke von Linksverteidiger Becker völlig freistehend nur unzureichend verwerten (19.), bevor Stürmer Brandt nach einem langen Ball völlig frei aus spitzem Winkel zum Abschluss kam (22.). Ortega verhinderte das 1:1 hier ebenso wie ein paar Minuten später, als Becker nach einem Eckball und unfreiwilliger Verlängerung von Klos per Dropkick aus dem Rückraum abzog (28.). Trotz einzelner Unaufmerksamkeiten kontrollierte der DSC das Geschehen. Voglsammer probierte sich nach 37 Minuten mit einem Schlenzer vom linken Sechzehnereck, ehe Hartel seine technischen Fähigkeiten unter Beweis stellte und auf engstem Raum Gegenspieler Hüther aussteigen ließ und mit links aus acht Metern abzog. Sein Ball landete jedoch knapp über der Latte. Ohne personelle Veränderungen ging es nach Wiederanpfiff in die zweite Halbzeit. Und die sollte beinahe mit der Vorentschedung beginnen: Keeper Flaudel verirrte sich nach einem Eckball im eigenen Strafraum, sodass Nilsson zum Kopfball kam und diesen an den Innenpfosten setzte (51.). Arminia verpasst das 0:2 - lässt aber nichts zu Wenig später bot sich Voglsammer die Chance auf seinen zweiten Treffer: Gegen Kapp setzt sich der Torschütze auf links durch und steuerte alleine auf das Tor zu. Klos und Hartel stehen völlig frei, doch der Querpass misslingte (61.). Neuhaus brachte in der Zwischenzeit Schütz für Seufert und Neuzugang Kunze für Clauss, der kurz zuvor Keeper Flaudel mit einem strammen Rechtsschuss aus der Distanz prüfte (68.). Doch die Arminen verpassten das beruhigende 0:2 und mussten so bis zum Schluss hellwach bleiben. Dem Regionalligisten fehlten jedoch die Mittel, die Arminen in Bedrängnis zu bringen. Mehr als eine gute Freistoßgelegenheit aus 18 Metern zentraler Position, den der umtriebige Brandt deutlich neben das Tor setzte, sollte nicht mehr passieren (72.). Die Arminen spielten die Führung letztlich souverän nach Hause und hätten in der vierminütigen Nachspielzeit erneut auf 0:2 stellen können, doch wieder scheiterte Voglsammer frei vor Flauder.. Am Ende darf sich Arminia Bieleld über den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals und rund 500.000 für die Vereinskasse freuen. Nächste Woche Samstag gastiert Erzgebirge Aue in der Schüco-Arena. Das DFB-Pokalspiel im Ticker:

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