Heißes Trainingsspiel: Joan Simun Edmundsson (Mitte) im Duell mit Fabian Kunze. Links Max Christiansen. - © Philipp Kreutzer
Heißes Trainingsspiel: Joan Simun Edmundsson (Mitte) im Duell mit Fabian Kunze. Links Max Christiansen. | © Philipp Kreutzer

Arminia Bielefeld So trainiert der DSC in der Hitze

Ausgerechnet jetzt sind die körperlichen Grundlagen für die neue Saison zu legen

Philipp Kreutzer
25.06.2019 | Stand 25.06.2019, 18:01 Uhr

Bielefeld. Sonne satt mit Temperaturen bis knapp 40 Grad: Die bislang heißesten Tage des Jahres sind auch für die Zweitliga-Kicker von Arminia Bielefeld eine Herausforderung. Vor allem, weil ausgerechnet jetzt die körperlichen Grundlagen für die neue Saison zu legen sind. Anstrengendes Training kann Uwe Neuhaus seinen Spielern deshalb trotz Hitze nicht ersparen. Doch der Cheftrainer und sein Team achten genau darauf, die Belastung an die Bedingungen anzupassen. So folgte für die Mannschaft am Dienstag nach einer rund 100-minütigen, sehr schweißtreibenden Einheit am Morgen inklusive eines so genannten Shuttle-Run-Tests am Nachmittag eine Ausfahrt mit Mountainbikes. „Das dient nach dem Spiel am Sonntag in Espelkamp auch der Regeneration", sagte Neuhaus. Das Vormittagstraining am Mittwoch hat er schon für 9 Uhr und damit eine Stunde früher als üblich angesetzt, um so bei etwas geringeren Temperaturen im Freien trainieren zu können. Am Nachmittag werden die Spieler im Kraftraum arbeiten und sind somit nicht der Sonne ausgesetzt. Abgesehen von dieser Art der Dosierung sei es sehr wichtig, sagte Neuhaus, „darauf zu achten, dass die Spieler viel trinken". Beim Shuttle-Run-Test, einem Lauf zur Ermittlung der Ausdauerleistungsfähigkeit, spürten die Profis ihre Grenzen. Nach und nach stiegen sie total erschöpft aus, nur Joan Simun Edmundsson lief einfach weiter. „War ganz okay", meinte er hinterher mit der ihm eigenen Untertreibung. Obwohl es in seiner Heimat, auf den Färöer-Inseln im Nord-Atlantik, höchstens mal 15 Grad warm wird, macht ihm die ostwestfälische Hitze nicht sonderlich zu schaffen. Der Offensivspieler hat vor und nach einem Urlaub mit seinen beiden Brüdern auf Mallorca zu Hause ein individuelles Trainingsprogramm absolviert und zudem auf Länderspiele verzichtet, um die Knieverletzung auszukurieren, die ihn zuletzt behindert hatte. „Eddy" ist einfach fit – und kommt deshalb gut durch die heißen Tage.

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