Punkt für Punkt nach oben: In der Rückrunde holten Fabian Klos (l.), Reinhold Yabo und Co. ein 1:1 bei St. Pauli. - © Wolfgang Rudolf
Punkt für Punkt nach oben: In der Rückrunde holten Fabian Klos (l.), Reinhold Yabo und Co. ein 1:1 bei St. Pauli. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld So hat Arminia Bielefeld die Rückrunde gerockt

Angeführt vom Sturmduo Klos / Voglsammer holt der DSC neun Siege im zweiten Saisonteil und wird Siebter

Peter Burkamp
22.05.2019 | Stand 22.05.2019, 20:49 Uhr

Bielefeld. Trainer Uwe Neuhaus, seine Mannschaft und 22.867 Zuschauer in der Bielefelder Schüco-Arena erlebten mit dem 1:0-Erfolg über Holstein Kiel einen erfreulichen Saisonabschluss. Die starke Rückrunde der Arminen entschädigte für eine Negativserie und Abstiegssorgen im Herbst 2018. Nie schlechter als 14. Die vierte Saison in Folge im Fußball-Unterhaus beendete Arminia als Tabellensiebter mit 49 Punkten. Vergangene Saison hatten 48 Zähler noch zu Rang vier gereicht. Zwar war die Abstiegszone Mitte der Hinrunde bedrohlich nahe gekommen, auf einem der drei hinteren Ränge standen Arminia jedoch nie. Die beste Platzierung lautete Platz fünf am zweiten Spieltag, die schlechteste Rang 14. Den belegte Bielefeld auch zum Ende der Hinrunde. Mit vier Siegen, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen (18 Punkte und 21:26 Tore) lag die Mannschaft hinter den Erwartungen zurück. Unter Uwe Neuhaus, der am 10. Dezember 2018 von Jeff Saibene übernahm, steigerte sie sich, holte in der zweiten Saisonhälfte mit neun Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen 31 Punkte bei 31:24 Toren und wurde damit zweitbeste Rückrundenmannschaft. Neun sieglose Partien Nach neun Zweitliga-Begegnungen ohne Sieg, die ersten fünf davon sogar ohne Punktgewinn, musste Jeff Saibene seinen Platz auf der Trainerbank räumen. Am 25. September hatte der DSC 2:1 in Darmstadt gewonnen. Es dauerte dann knapp drei Monate, ehe die Fans den nächsten Sieg feiern durften. Mit 2:1 gewann der DSC am 14. Dezember in Kiel. Dort feierte der neue Trainer Uwe Neuhaus seinen Einstand. Die größten Erfolgsserien gelangen den Arminen zu Jahresbeginn mit Erfolgen in Dresden, gegen den Hamburger SV und in Regensburg sowie zum Saisonausklang: Die Dreier gegen Paderborn, in Sandhausen und gegen Kiel bedeuteten noch einmal neun Punkte am Stück. Insgesamt sieben Mal gelang es dem DSC mit Keeper Stefan Ortega, der Platz vier in der Kicker-Rangliste der Torwarte belegt, ohne Gegentor zu bleiben. Klos unangefochten Mehr als die Hälfte der 52 erzielten Bielefelder Tore ging auf das Konto des Stürmerduos Fabian Klos und Andreas Voglsammer. Klos erlebte sein erfolgreichstes Jahr bei Arminia und trug sich 17 Mal in die Torschützenliste ein. Das bedeutete in der Ligawertung Rang vier. Dank zusätzlicher elf Vorlagen holte sich Klos hinter dem Kölner Simon Terodde (29 Tore, sieben Vorlagen) den zweiten Platz in der Scorer-Rangliste in der 2. Liga. Andreas Voglsammer stellte mit 13 Toren (sieben Vorlagen) seine persönliche Bestmarke ein. Die übrigen DSC-Torschützen: Joan Simun Edmundsson (4), Julian Börner, Jonathan Clauss (je 3), Keanu Staude, Reinhold Yabo (je 2), Cedric Brunner, Florian Hartherz, Stephan Salger, Roberto Massimo, Tom Schütz und Patrick Weihrauch. Dazu kommen Eigentore des Regensburgers Benedikt Saller und des Dresdeners Baris Atik. Böser Bube Brian Behrendt kassierte die meisten Strafen. Der Innenverteidiger sah in Duisburg „Rot" und insgesamt sechsmal Gelb. „Rot" gab es auch für Julian Börner (gegen Magdeburg). Insgesamt zückten die Schiedsrichter 64 Gelbe Karten gegen Arminia. In der Fair-Play-Tabelle bedeutet das Platz sechs für den DSC. Als einziger Klub kam Arminia ohne Gelb-Rote Karte aus. Einer ist immer dabei Er ist fair, er ist fit (und vom Verletzungspech verschont geblieben) sowie torgefährlich – diese Eigenschaften verhalfen Andreas Voglsammer zum Titel Dauer(b)renner der Saison. Als einziger Armine war der Stürmer in sämtlichen 34 Partien (2.593 Spielminuten) dabei. Auf mehr als 30 Einsätze kamen auch Fabian Klos (33), Manuel Prietl (32) und Stefan Ortega (31). Insgesamt wurden in der abgelaufenen Saison 23 Profis eingesetzt.

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