Eng am Mann: Arminias Amos Pieper (links) im Duell mit dem Paderborner Sven Michel. - © imago images / pmk
Eng am Mann: Arminias Amos Pieper (links) im Duell mit dem Paderborner Sven Michel. | © imago images / pmk

Arminia Bielefeld Arminias Amos Pieper: Sportlich und gesanglich weit vorn

Der junge Abwehrspieler hat sich beim DSC schnell zurechtgefunden

Philipp Kreutzer
18.05.2019 | Stand 18.05.2019, 18:10 Uhr |

Bielefeld. Noch einmal alles geben, noch einmal gewinnen. Das ist das Ziel der Kicker von Arminia Bielefeld im letzten Saisonspiel am Sonntag gegen Holstein Kiel. Auch wenn es für beide Mannschaften weder um Auf- noch um Abstieg geht, lässt Bielefelds Innenverteidiger Pieper vor der um 15.30 Uhr in der Schüco-Arena beginnenden Partie keinen Zweifel daran, dass die DSC-Profis motiviert zur Sache gehen werden. „Ich weiß, dass wir noch mal alles reinhauen werden. Allein, weil wir es den Fans ein Stück weit schulden, eine gute Rückrunde gespielt haben und dem die Krone aufsetzen wollen." "Ich weiß, dass ich noch mehr kann" An der Tatsache, dass die Bielefelder die aktuell zweitbeste Rückrundenmannschaft sind, hat Pieper seinen Anteil. Der Innenverteidiger, der im Winter von Dortmund II wechselte, kam schon bald zu Einsätzen und gehörte zuletzt sogar der Startelf an. „Ich bin zufrieden, wie es gelaufen ist, nicht mehr und nicht weniger", sagt der 21-Jährige und stellt gleich klar: „Ich weiß, dass noch mehr drin ist, dass ich noch mehr kann." Der junge Mann aus Nordkirchen im Münsterland fühlte sich in der Mannschaft schnell gut aufgehoben. Dass es so ist, dass er auch mit den Älteren im Team gut zurechtkommt, liegt auch an ihm selbst. Respekt erarbeitete sich Pieper mit seiner professionellen Einstellung, zusätzliche Anerkennung verschaffte er sich mit einer Leistung abseits des Rasens. „Ich kann über mich selbst lachen" Bei einem Mannschaftsabend, an dem er wie Reinhold Yabo und Anderson Lucoqui zum Einstand eine Kostprobe seines gesanglichen Talents zu geben hatte, gefiel Pieper mit seiner Rap-Version des Titels „Ding" der Gruppe „Seeed". „Das kam gut an und war eine coole Sache", bestätigt er. Musikalische Ambitionen wie Lucoqui, der wie berichtet einen eigenen Song namens „Zeit" geschrieben hat, habe er nicht. „Ich kann einfach über mich selbst lachen, was ich ganz wichtig finde", sagt er. Umso ernster nimmt Pieper den Fußball, nimmt er das Heimspiel gegen Kiel und die Chance, den positiven Trend der vergangenen Wochen fortzusetzen. „Wenn man nachher auf so eine Rückrunde zurückblicken kann, wäre es schade, wenn man das aus der Hand geben würde", findet er. Amos Pieper will noch einmal alles geben und noch einmal gewinnen.

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